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03. Februar 2009

Silvaner wird 350

Als eine der ältesten kultivierten Weißwein-Reben feiert der Silvaner 2009 seinen 350. Geburtstag, vor allem in Franken

Im Jubiläumsjahr will der Fränkische Weinbauverband die Rebsorte deshalb als zweite deutsche Weißweinrebsorte neben dem Riesling positionieren. Am 15. April soll das Silvaner-Jahr in Castell bei Würzburg feierlich eröffnet werden. Dort war die Rebsorte bundesweit erstmals 1659 angebaut worden.

Bei der Veranstaltung wird nach Verbandsangaben vom Montag Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) einen Silvaner-Rebstock pflanzen. Zudem sei ein Festakt geplant mit der symbolischen Übergabe von 25 Fechsern (Stecklingen) an Ferdinand Graf zu Castell. Insgesamt stehen in diesem Jahr mehr als 200 Veranstaltungen rund um den Silvaner auf dem Programm. Im September soll es in Würzburg ein Silvaner-Symposium geben mit Workshops, Exkursionen und Verkostungen.

Der Silvaner wird heute vor allem in Rheinhessen, Franken und der Pfalz angebaut. Nach der Pflanzung in Castell verbreitete er sich entlang des Rheins. Mitte des 19. Jahrhunderts galt der Silvaner als wichtigste deutsche Rebsorte. In den vergangenen Jahrzehnten sank sein Flächenanteil jedoch beständig; heute hat sich der Silvaner bei etwa fünf Prozent der Gesamtanbaufläche stabilisiert. Jährlich werden in Franken 40 bis 50 Millionen Liter Wein erzeugt, gut 80 Prozent davon sind Weißwein. Jede dritte Flasche enthält einen Müller- Thurgau, jede fünfte einen Silvaner. dpa