26. November 2009

Six Senses in Paris

Neues aus Paris: Six Senses baut den ersten Urban Spa an der Seine. Die Familie Costes erweitert ihr Gastro-Imperium um das Gesamtkunstwerk Germain. Und Ausnahme-Patissier Philippe Conticini hat sich seinen Traum erfüllt und die Patisserie des Reves eröffnet

Frankreichs erster Six Senses-Spa eröffnet als Urban Sanctuary in Paris, genauer gesagt in der Rue de Castiglione, seine Pforten. Damit erschafft Six Senses-Gründer Sonu Shivdasani seine Pariser Interpretation des weltweiten Spa-Konzepts. Die offizielle Eröffnung ist für Ende Dezember 2009 geplant. Die Lage ist nicht die schlechteste: Das Urban Sanctuary liegt unweit der berühmten Rue St. Honoré, den Gärten der Tuilerien und dem Louvre.

Auch beim Architekten wurde nicht gespart: Designers Patrick Blanc schafft eine exzentrische Verbindung von Städtischem mit der Natur. Er ließ sich dazu von der antiken Idee der Hängenden Gärten von Babylon inspirieren: Wirklich ungewöhnlich und einen zweiten Blick wert, ist der vertikale, über zwei Stockwerke hängende Garten im Rezeptionsbereich. Im tiefer gelegenen Stockwerk wird ein Echtzeit-Himmelsaufnahme in voller Größe auf die Wand projektiert.

Die für Six Senses so typischen Packages und verjüngenden, auf asiatischen Behandlungsformen basierenden Anwendungen können ebenso gebucht werden wie halbtägige Sensory Journeys zur Balance der Sinne. Wozu der Connaisseur auch nicht nein sagen würde, ist die Organic Detoxifier Journey mit handgepflückten Meeresalgen zur Entgiftung des Körpers oder dem Opera de Paris Honey Facial - einer Gesichtsbehandlung mit jenem Honig, den fleißige Stadtbienen auf den grünen Dächern der Hauptstadt sammeln. Hoffentlich ist das auch wirklich gesund!

So entspannt lässt es sich dann durch Paris gleiten: Etwa ins neue Restaurant Germain in der 25-27, rue de Buci im 6. Arrondissement, das von Architekten India Madhavi gestaltet wurde. Drei Stockwerke mit moderner Küche und moderner Kunst (einer gelben Skultpur, die durch zwei Stockwerke reicht) von - wie könnte es anders sein - der Familie Costes, die in Paris den Gastronomie-Ton angibt.

Oder La Patisserie des Reves - im wahrsten Sinne des Wortes ein traumhafter Laden: Ausnahme-Patissier Philippe Conticini hat sich im 7. Arrondissement seinen Traum erfüllt - eine Reminiszenz an die alte europäische Konditorei. Der Lande hat nur 29 Quadratmeter, dafür werden die Süßigkeiten auf 15 Plattformen wie Kunststücke dargeboten.

Last not least noch drei Tipps, die zum Weihnachtsshopping in Paris gehören: Erstens, das Hotel de Sers in 41, avenue Pierre 1er de Serbie, in der Nähe der berühmten Pariser Champs-Elysées: Ein privates Herrenhaus, das den Charme eines kleinen Châteaus mit Sterne-Qualität bietet.

Zweitens der Concept-Store "Merci Paris" in 111, Boulevard Beaumarchais: Da gibt es Altes und Neues, Blumen und Bücher, Kaffee und Kleider.

Und drittens: Das Restaurant Yen - der Shootingstar in Paris und berühmt für seine Buchweizennudeln. "Hier speisen Jane Birkin, Cathérine Deneuve und Yamamoto. Gérard Depardieu erscheint meist eine Stunde vor Öffnung und verschwindet, wenn die ersten Gäste kommen. Karl Lagerfeld kommt allerdings nicht mehr, seit bei seinem letzten Besuch kein Tisch für ihn frei war" schreibt etwa das Magazin essen & trinken darüber. Das Yen ist das einzige Soba-Restaurant Europas, das Buchweizenmehl aus Japan einfliegen lässt, aus dem die Nudeln handgemacht werden. (Fotos copyright: Hotel de Sers und Germain)

Ihr Connaisseur

Robert Kropf - mit Grüßen aus Paris

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