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28. November 2014

Slow Food Stiftung für Biodiversität Berliner Weiße ist ein kulturelles Erbe

Die private Slow Food Stiftung für Biodiversität hat das regionale Bier auf eine Liste mit Lebensmitteln gesetzt, die ihrer Ansicht nach vom Aussterben bedroht sind

Für die einen ist es ein saures Gebräu, für die anderen prickelnde Erfrischung: An der Berliner Weiße scheiden sich die Geschmäcker. Jetzt wird die Berliner Weiße als erstes Bier Deutschlands als schützenswertes, regionales kulturelles Erbe ausgezeichnet.

Das traditionelle Berliner Sauerbier sei aus der Mode gekommen und deshalb vom Aussterben bedroht, teilte die Stiftung mit. Zwar gebe es industriell gebrautes Bier, das unter dem Namen verkauft werde. Die traditionelle Brauweise aus dem 17. Jahrhundert, bei dem das Bier in der Flasche und nicht in Tanks gäre, sei aber fast verloren. Anders als viele andere Biere reife die Berliner Weiße nach und könne auch Jahre später noch getrunken werden. Der grüne oder rote Sirup sei erst Anfang des 20. Jahrhunderts zum Bier gekommen, der Strohhalm sogar erst in den 1970er Jahren.

In der sogenannten "Arche des Geschmacks" sind bislang 51 deutsche Lebensmittel, Nutztierarten und Kulturarten verzeichnet. Die weltweite Liste umfasst über 2000 Produkte. Die Berliner Weiße ist das erste Produkt aus Berlin. Seit 2008 sind die Teltower Rübchen, eine brandenburgische Speiserübe, auf der Liste. dpa