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17. April 2008

Spitzenköche für UNICEF sammeln 280.000 Euro für notleidende Kinder

Deutsche Spitzenköche schaffen großen Spendenerfolg für Kinder in der Dritten Welt. Unicef-Botschafterin Sabine Christiansen: "Damit ist eine Förderung von Bildungsprojekten für tausende Kinder in Bangladesch und Afrika möglich"

Die einzigartige Hilfsaktion von deutschen Spitzenköchen für notleidende und benachteiligte Kinder in der Dritten Welt hat insgesamt 280.000 Euro erbracht. Mit individuellen Initiativen sammelten 160 Top-Gastronomen in ihren Restaurants ein dreiviertel Jahr lang für Bildungsprojekte in Afrika und Bangladesch.

Initiator und Organisator der gerade beendeten Aktion ist Ralf Bos (47) von BOS FOOD aus Meerbusch. "Das Spendenaufkommen liegt über den Erwartungen. Es zeigt, dass Spitzengastronomen in Deutschland nicht nur erstklassig kochen können, sondern auch ein großes Herz haben", sagte der dreifache Familienvater.

Das gesamte Geld wurde jetzt im Rahmen einer offiziellen Schecküberreichung Sabine Christiansen, Botschafterin des internationalen Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen, übergeben. Mit den Spendengeldern von "Spitzenköche für UNICEF" wird die Schulbildung von Kindern in Afrika und in Bangladesch finanziert.

Experten schätzen, dass alleine in Bangladesch rund sieben Millionen Kinder unter teilweise unmenschlichen Bedingungen arbeiten müssen. Ohne Bildung haben sie keine Möglichkeit, dem Teufelskreislauf aus Armut, Elend und fehlender Bildung zu entkommen. "Für 5 Euro gibt es Schulmaterial für ein ganzes Jahr und für 150 Euro kann UNICEF ein Stipendium für eine vierjährige Grundausbildung finanzieren. Sie sehen also, wie viel 280.000 Euro erreichen können", beschreibt Sabine Christiansen die Dimensionen der Spendenhöhe.

Madeleine Jakits, Chefredakteurin des "Feinschmecker" hatte die Schirmherrschaft des gesamten Projektes übernommen. In dem Magazin appellierte sie an Deutschlands Spitzengastronomen, die Hilfsaktion zu unterstützen. Ralf Bos will noch dieses Jahr ein weiteres Hilfsprojekt für Menschen in der Dritten Welt ins Leben rufen.