10. August 2010

Städte-Tourismus boomt in 2010

Großstädte in Deutschland zählen wieder mehr Gästeübernachtungen

Die Wirtschaftserholung lässt die Zahl der Gästeübernachtungen in Deutschland wieder steigen. Profitieren konnten im ersten Halbjahr 2010 aber nur die Großstädte, die viele Geschäftsreisende anziehen. In kleineren Städten und Gemeinden blieben die Übernachtungszahlen nahezu konstant, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

In Städten mit mehr als 100 000 Einwohnern stieg die Zahl der erfassten Übernachtungen um neun Prozent auf 47,7 Millionen. Im übrigen Bundesgebiet blieben die Gästeübernachtungen dagegen mit 119,4 Millionen auf dem Niveau des Vorjahreshalbjahres. Insgesamt ergibt sich damit ein Plus von drei Prozent im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2009.

Besonders stark stieg die Nachfrage aus dem Ausland, die im Zuge der globalen Wirtschaftskrise gesunken war. 25,6 Millionen Übernachtungen von Ausländern wurden erfasst, das bedeutet einen Anstieg um neun Prozent. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland stieg um zwei Prozent.

Für die Hotels weisen die Statistiker ein Plus von vier Prozent auf 101,8 Millionen Übernachtungen aus. Rehakliniken verbuchten ein Plus von zwei Prozent auf 22,3 Millionen Übernachtungen. Bei den übrigen Unterkünften wie Ferienwohnungen oder Campingplätzen blieben die Übernachtungszahlen insgesamt unverändert.

Mehr ausländische Gäste in Deutschland

Immer mehr ausländische Gäste kommen nach Deutschland. Im ersten Halbjahr 2010 sei die Zahl der Übernachtungen ausländischer Besucher im Vergleich zum Vorjahr um neun Prozent gestiegen, teilt das Statistische Bundesamt mit.

Insgesamt zählten die Statistiker 166,8 Millionen Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben mit mindestens neun Betten und auf Campingplätzen. Das seien drei Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2009. Das Gros der Übernachtungen machen mit 141,2 Millionen Übernachtungen weiterhin deutsche Gäste aus.    

Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass die touristische Entwicklung von Stadt und Land auseinanderklafft. Während Großstädte mit mindestens 100 000 Einwohnern bei den Übernachtungen um neun Prozent zulegten, stagnierten kleinere Gemeinden - allerdings bei 119,4 Millionen Übernachtungen. Das sind noch mehr als doppelt so viele wie in Großstädten. dpa

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