17. November 2009

Stark sinkende Umsätze im Gastgewerbe

Starke Einbußen bei Gaststätten und Hotels

Wirte und Hoteliers in Deutschland müssen weiterhin mit stark sinkenden Umsätzen zurechtkommen. Nach den Zahlen des Statistischen Bundesamtes schrumpften ihre Erlöse im September um 4,5 Prozent unter den Wert aus dem September 2008. Der Umsatz konnte nur mit Hilfe von höheren Preisen erreicht werden: Zu unveränderten Preisen hätte der Rückgang sogar 6,2 Prozent betragen.    

Im Vergleich zum Vormonat August sackte der reale Umsatz im September um 1,2 Prozent ab, der zweithöchste Rückgang in diesem Jahr. In den ersten drei Quartalen zusammen betrug das Branchenminus laut Statistik 4,2 Prozent (real 6,3 Prozent) und war damit so groß wie seit 2003 nicht mehr in diesem Zeitraum.    

Besonders schlecht standen die Caterer da, die in der Jahresfrist einen Umsatzeinbruch von 8,4 Prozent (real 9,9 Prozent) verkraften mussten. Bei den Hoteliers kam 6,8 Prozent weniger Geld in die Kasse, während die Gastronomie mit einem Minus von 2,8 Prozent noch vergleichsweise glimpflich davonkam.

Der Dehoga-Bundesverband sieht bei seinen Mitgliedern dennoch viel Zuversicht für das kommende Jahr. Der zur Jahreswende auf 7 Prozent sinkende Mehrwertsteuersatz für Übernachtungsleistungen werde für wichtige Impulse sorgen, erklärte die Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges in Berlin. Die Hoteliers müssten investieren und so Mehrwert für alle Beteiligten schaffen. «Wer sich das alles in die Tasche steckt, hat verloren», sagte Hartges.

Nach einer früheren Dehoga-Umfrage wollen 46 Prozent der Betriebe die durch die Steuerabsenkung freiwerdenden Mittel investieren, um ihr Produkt zu verbessern. Die Preise wollen demnach nur 21 Prozent senken und 22 Prozent wollen ihr Personal besser bezahlen. dpa