Restaurants
22. Juni 2009

Sternekoch Amador kocht im Amesa wieder klassisch

Der für seine Avantgarde- und Molekularküche bekannte Sternekoch Juan Amador kehrt im Restaurant Amesa wieder zum klassischen Kochen zurück

In seinem neuen Restaurant «Amesa» («zu Tisch»), das er im Juli in Mannheim eröffnet, will er sich auf seine kulinarischen Wurzeln besinnen und modernisierte Gerichte der deutschen und französischen Grande Cuisine servieren. «Meine Basis war immer die klassische deutsch-französische Küche. Mit dem Amesa erinnere ich an meine Vergangenheit», sagte der 40-Jährige der dpa.

Amador ist Küchenchef des Drei-Sterne-Restaurants «Amador» in Langen bei Frankfurt und Mitbesitzer der «Amador»-Suite, einem exklusiven Hotel im Frankfurter Industriegebiet Fechenheim, das nur über eine einzige Suite verfügt. Der 40-jährige Schwabe spanischer Abstammung ist dafür bekannt, Gerichte auf extreme Aromen zu verdichten und sie sogar in Reagenzgläsern anzubieten. Im Winter 2007 wurde sein Restaurant vom renommierten Guide Michelin mit drei Sternen ausgezeichnet.

«Wir betrachten die bekannten Gerichte aus einem neuen moderneren Blickwinkel und schaffen so neue Kreationen, die an Gerichte unserer Kindheit erinnern», sagte er. Anders als in seinem Restaurant «Amador» müssen die Gäste sich dabei nicht für ein ganzes Menü entscheiden, sondern können auch einzelne Gänge à la carte bestellen. Die Weinkarte umfasst knapp 350 unterschiedliche Weine aus Deutschland, Frankreich und Spanien.

«Ich habe mich für dieses neue Projekt entschieden, weil es etwas Besonderes ist: Ein modernes Restaurant in einer ehemaligen Industriehalle im Rhein-Neckar-Gebiet passt zu meinen Kreationen und bildet einen außergewöhnlichen Rahmen für unsere Gäste», meint Amador. Die Leitung der Küche hat er der 27-jährigen Caroline Baum übertragen, die bereits fünf Jahre als Sous-Chefin bei Amador gearbeitet hat. Das «Amesa» bietet rund 30 Sitzplätze. www.a-mesa.de

Niko meint: Das ist der richtige Weg. Molekularküche hat nur Sinn, wenn sie raffiniert und wohl dosiert in die klassisch-moderne Küche eingebettet ist. Die reine Molekular-Lehre hat keine Zukunft!