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04. April 2012

Sternekoch Christian Rach kritisiert Hartz-IV-Gesetze

Zu wenig Anreiz, um in der Gastronomie arbeiten zu gehen

Nach Ansicht von Sternekoch Christian Rach (54) bieten die Hartz-IV-Gesetze zu wenig Anreiz, arbeiten zu gehen - vor allem in seiner Branche. «In der Ausbildung verdienen Sie in der Gastronomie nach Tarif 525 Euro im Monat. Mit Hartz IV haben Sie im Endeffekt mehr und wissen, dass die Miete gezahlt wird», sagte Rach in einem Interview mit «Bild der Frau».

«Kein Wunder, dass manche diese Rundumversorgung ungern aufgeben.» Dies müsste geändert werden, sagte der gebürtige Saarländer, der in Berlin eine Restaurant-Schule eröffnet hat.

Sie wird Schauplatz der zweiten Staffel von «Rachs Restaurantschule», die ab dem 16. April auf RTL ausgestrahlt wird. Die erste Staffel der «Real-People-Doku» aus Hamburg erreichte 2010 im Schnitt 5,13 Millionen Zuschauer und gewann den Deutschen Fernsehpreis.

Rach will Unterhaltung mit sozialem Anspruch verbinden: In der Sendung bekommen Menschen, die sonst beispielsweise auf Hartz IV angewiesen wären, eine Chance auf einen Ausbildungs- oder Arbeitsvertrag. Der bekannte Koch sieht sich dabei auch als Psychologe und Streetworker. dpa