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22. Dezember 2011

Sternekoch Harald Wohlfahrt im Hotel Traube Tonbach

Wohlfahrt seit 35 Jahren in der Schwarzwaldstube

Im Veranstaltungskalender des Hotels Traube Tonbach hat sie einen festen Platz: die Weihnachtsfeier für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des führenden Ferien- und Feinschmeckerhotels in Deutschland. Auch am Dienstagabend in der Weihnachtswoche war die Mehrzahl der gut 300 Beschäftigten versammelt, als Patron Heiner Finkbeiner Mitarbeiter für ihre langjährige Zugehörigkeit zum Haus ehrte.

Der deutsche Spitzenkoch Harald Wohlfahrt schwingt seit 35 Jahren den Kochlöffel in der Schwarzwaldstube in Baiersbronn (Kreis Freudenstadt). Dort wurde er 1980 zum jüngsten Zwei-Sterne-Koch in Deutschland gekürt, seit knapp 20 Jahren zählt der 56-Jährige mit drei Sternen zu den besten Köchen in Deutschland. Für Aufsehen sorgte er im vergangenen Jahr, als er Delikatessen in Dosen für die Astronauten der Europäischen Raumfahrtagentur ESA lieferte.

Zum Jubiläum dankten ihm die Hoteliers Finkenbeiner, in deren Hotel «Traube Tonbach» Wohlfahrt sein Restaurant führt. Er habe sich «mit nie nachlassender kreativer Energie, meisterlicher Kochkunst und absolutem Willen zur Perfektion in die Weltklasse gekocht». Wohlfahrt habe «mehr junge Köche geprägt und dadurch zu Drei-Sterne-Ehren geführt als jeder andere deutsche Koch».

In einem früheren Interview hatte Wohlfahrt erklärt, er wolle die drei Michelin-Sterne verteidigen, bis er 60 Jahre alt ist. Das Kochen verglich er dabei mit Komponieren. «Kochen ist wie Musik. Da gibt es nur eine bestimmte Anzahl von Tönen, und dennoch werden neue Musikstücke geschrieben.»

Ebenso herzlich und persönlich fiel die Laudatio auf Hedwig Wolff aus. "Dank Ihres einzigartigen Humors und Ihres angenehmen Wesens sind Sie nicht nur bei unseren Gästen, sondern auch bei unseren Mitarbeitern und Auszubildenden eine angesehene Persönlichkeit", sagte Heiner Finkbeiner und folgerte: "Sie sind aus der Traube Tonbach nicht mehr wegzudenken."

Ansgar Fischer bezeichnete der Patron "als Glücksfall" und würdigte seinen Restaurantleiter: "Sie führen souverän Mitarbeiter und Gäste, sind kritisch, fordern und fördern. Sie setzen sich in unermüdlichem Einsatz für die Belange und Wünsche unserer Gäste ein. Sie sind immer bereit, weit über das normale Maß hinaus für die Traube Tonbach und die Schwarzwaldstube da zu sein."

Heiner Finkbeiner, selbst mehrfach als Hotelier des Jahres geehrt, durfte weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern herzlich für langjährige Treue danken. Seit 30 Jahren sorgt Roland Braun als Maler dafür, dass die 25 000 qm Wohnfläche sowie die weiteren Räume im Hotel immer wieder einen neuen Anstrich bekommen. Cora Laux, deren Arbeitstag um 2 Uhr morgens in der Wäschereiabteilung beginnt, ist seit 25 Jahren der Garant für frische Handtücher. Bademäntel und Küchenwäsche. Auf 20 Jahre Zugehörigkeit zur Traube Tonbach, dem größten Arbeitgeber in Baiersbronn, können Andreas Böhme, der allzeit bereitstehende Leiter der Haustechnik, und Jose-Carlos Rodrigues Goncalves aus der Technikabteilung zurückblicken. Bajram Hodza als Page, Flurinad Hamiti als Zimmerfrau und Veronika Kais vom Frühstückservice im Hausgäste-Restaurant Silberberg gehören seit nunmehr zehn Jahren zur Belegschaft der Traube Tonbach.

Seit langem wird die Ausbildung im Hotel Traube Tonbach groß geschrieben. Das Haus mit der 222 Jahre langen Tradition der Familie Finkbeiner fühlt sich gerade den jungen Menschen und Berufseinsteigern besonders verpflichtet. "Eine hervorragende Ausbildung ist das beste Kapital für die Zukunft. Das Grundwissen bildet die Basis für eine berufliche Karriere", erklärte Junior-Chef Sebastian Finkbeiner das Motiv für die hohe Ausbildungsqualität.

Derzeit bildet das Hotel Traube Tonbach 75 junge Menschen aus, ein Viertel der gesamten Mitarbeiterzahl des Hauses. "Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie wichtig eine fundamentale und umfassende Aus- und Fortbildung im Hotel- und Restaurant-Bereich ist", betont Matthias Finkbeiner, der mit seinem Bruder seit mehr als zwei Jahren Mitglied der Geschäftsleitung ist. dpa/wg