NEWS
31. Juli 2010

Stiftung Warentest testet Basmati-Reis

Basmati-Reis aus dem Supermarkt ist nur selten ein echtes Qualitätsprodukt: 16 von 31 Produkten mangelhaft

So hat Stiftung Warentest bei 31 getesteten Produkten die Hälfte mit dem Testurteil «mangelhaft» bewertet. In zwei Fällen fanden die Prüfer sogar Schimmelpilze. 16 Produkten hatten deutliche Mängel: Sie rochen schlecht und schmeckten ranzig, muffig und schimmelig. Normalerweise sollte der Geruch von Basmati-Reis an Blumen, Heu oder milde Gewürze erinnern.

Basmati-Reis ist eine der edelsten Reissorten der Welt. Fast jede fünfte Packung Reis, die Bundesbürger heute kaufen, besteht aus den Körnern, die nur in Indien und Pakistan angebaut werden dürfen. Doch fünf Produkte enthalten zu viel Fremdreis - in zwei Marken, Macariso von Penny und Kochbeutel-Basmati von Rewe, war sogar kein Körnchen Basmati.

Im Reis von Penny gab es außerdem zu viel Schimmelpilzgift, ebenso wie im Green, einem Bio-Vollkornreis, so dass beide nicht hätten verkauft werden dürfen. Eine sehr geringe bis deutliche Belastung mit Pestiziden fanden die Tester bei 22 Marken Basmati-Reis, darunter auch bei fünf Bio-Produkten. Von diesen war nur der Bio-Reis von Alnatura pestizidfrei.

Beim weißen Reis sind nur drei gut: Tilda pure Basmati-Reis aus Asia-Läden für 4,70 Euro pro Kilogramm mit dem besten Geschmack, Kaisers Tengelmann/Star Marke (3,78 Euro) und Real/Tip (1,39 Euro). Aber: Tilda und der Kaisers Reis wurden, wie 10 weitere Marken, offenbar zur Abwehr von Schädlingen in begasten Containern transportiert - kein Risiko für Reisesser, aber durchaus eines für die Containerarbeiter und die Umwelt. dpa/W&G/SW

Der ausführliche Test Basmati-Reis ist in der August-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter www.test.de/reis veröffentlicht.    

Zum Knödeltest