FOOD
28. September 2007

T-Bonesteak mit Röstzwiebeln und Kohlrabigemüse

Karins T-Bonesteak

Wenn die Teller zu klein werden ist meist ein T-Bonesteak im Spiel. Für alle, die mal wieder Lust auf ein richtiges Stück Fleisch haben, ist dies genau das Richtige. Ich liebe dieses Gericht, weil es so einfach und schnell zuzubereiten ist.

Wenn ich einkaufen gehe, schaue ich immer, was hat der Fleischer für schöne Sachen. Letzte Woche waren es T- Bonesteaks und Lammrücken.

Ja, Sie lesen richtig, letzte Woche, manchmal muss der Mensch auch praktisch Denken. In den seltensten Fällen ist das Fleisch schön abgehangen. Zu oft kommt es zu frisch in den Verkauf. Jemanden wie mich stört dies wenig, denn ich mariniere kurzzubratenes Fleisch gerne. So kann es wunderbar im Kühlschrank nachreifen und die Kräuter der Marinade haben genug Zeit, dem Fleisch ihren phantastischen Geschmack abzugeben und ich habe etwas Leckeres im Kühlschrank, dass schnell zu machen ist.

Ich hasse Fertiggerichte. Manchmal habe auch ich bei meiner Zeitplanung versagt und der Hunger treibt mich zum Kaufen von irgendwelchen fertigen Pastasaucen. Nach dem essen tut mir meist der Magen weh und ich ärgere mich dann über den Müll, den ich gegessen habe. Niemand ist Perfekt und wie heißt es so schön: der Geist ist willig, doch das Fleisch ist schwach. Womit wir wieder beim Thema wären ...

Für die Marinade brauche ich:

3 Stangen Rosmarin

 1 Knoblauchzehe

1 Eßl. Dijonsenf und reichlich Olivenöl

 Ich hacke die Rosmarinnadeln klein und gebe sie in eine große Glasschale, in der ich auch mein Fleisch marinieren möchte. Diese Schale sollte gut verschließbar sein. WMF hat dafür ein tolles Sortiment. Dann presse ich den Knoblauch, gebe den Dijonsenf und das Olivenöl dazu und verrühre alles mit einem Schneebesen zu einer cremigen Sauce. Das duftet verführerisch.

Jetzt nur noch das Fleisch darin wenden – alles sollte reichlich mit der Marinade benetzt sein. Gut verschließen und sich in Geduld üben. Bis es fertig ist dauert es jetzt mindestens ½ Tag. Ich habe diesmal eine ganze Woche gewartet, da ich ja auch noch das Lamm hatte. Dies kam übrigens auch in den Genuss dieser Marinade.

Vor dem Braten hole ich das Fleisch mindestens 20 Minuten vorher aus dem Kühlschrank, damit es sich auf Raumtemperatur kommt. In dieser Zeit schneide ich zwei Zwiebeln in Streifen und würfle zwei Kohlrabis klein und heize den Ofen auf 100° vor.

Zum Anbraten gebe ich in eine Pfanne etwas Öl. Bitte warten Sie bis das Öl richtig heiß ist. Meinem Mann fehlt hier oft die Gedult und dann kocht das Fleisch statt das es brät. Das Fleisch soll sich sofort schließen – nur so bleibt es schön Saftig. Also jetzt, ab mit dem Fleisch in die Pfanne (immer vom Körper weg einlegen!!) und von jeder Seite ca. 2 Minuten kräftig anbraten.

 Dann kommt es auf eine feuerfeste Platte und für 35 Minuten ab in den Ofen.

In der Pfanne röste ich jetzt meine Zwiebeln goldbraun. Dazu evtl. noch etwas Öl nachgießen und die Hitze auf mittlere Stufe reduzieren. Auch hierzu etwas Zeit lassen – gut Ding braucht weile. Wenn die Zwiebeln die gewünschte Bräune haben, würze ich mit Salz und schwarzem Pfeffer und ich gebe einen Teel. Zucker dazu. Einmal umrühren und noch einen kurzen Augenblick warten bis man die Zwiebeln aus der Pfanne nimmt. Der Zucker soll leicht karamellisieren.

Die fertigen Zwiebeln gebe ich in den Ofen auf das Fleisch. So bleiben sie schön warm und ich kann mich jetzt meinem Gemüse widmen. Auch hier passiert kein Hexenwerk. In einen gut verschließbaren Topf gebe ich die Kohlrabiwürfel, ein Stückchen Butter und einen guten Eßl. Kräuterfrischkäse, etwas Salz und Pfeffer und einen Schuss Weißwein. Der Boden sollte leicht bedeckt sein. Deckel drauf und auf maximale Hitze aufheizen. Wenn Dampf aufsteigt, sofort auf kleinste Stufe runterschalten.

Der Wein gibt die nötige Feuchtigkeit, die wir brauchen und das Gemüse gart, ohne dass es in Wassermassen auskocht. Ich gebe dem Gemüse ca. 10 Minuten Zeit (dies ist von der Größe der Kohlrabiwürfel abhängig). Ich mag es schön knackig. Am Ende öffne ich den Topf, erhöhe die Hitze auf maximale Leistung und lasse die Kochflüssigkeit einkochen. Ab und zu bitte umrühren. Jetzt dürfte unser Fleisch fertig sein, innen schön rosa und saftig!

Ich wünsche einen guten Appetit