Genussgipfel Österreich, Hotels
19. Februar 2015

Tourismus Neue Hotels in Österreich

Foto: Motel One an der Staatsoper in Wien

58 Hotel-Neubauprojekte mit insgesamt 8200 Zimmern in Bau

Der Tourismus in Österreich wächst und gedeiht. Nach einem Rekordjahr 2013 wurden auch in 2014 neue Höchstwerte im wirtschaftlich sehr bedeutenden Fremdenverkehrsgewerbe verzeichnet. Die Zahl der in- und ausländischen Besucher erreicht mit 37,6 Millionen einen neuen Höchststand. Die steigende Zahl an Übernachtungsgästen erfordert mehr Betten. Derzeit sind in Österreich 58 Hotel-Neubauprojekte mit insgesamt 8.200 Zimmern in Entwicklung, teilte TOPHOTELPROJECTS (www.tophotelprojects.com) mit.

Ausgewählte Hotelprojekte in Österreich:

Motel One Wien Hauptbahnhof – 533 Zimmer – Eröffnung: Juli 2015

Travel Charme Seeresort Wolfgangsee – 120 Zimmer – Eröffnung: Mitte 2016

Novotel Wien Hauptbahnhof – 250 Zimmer – Eröffnung: Oktober 2016

Moxy Hotel Wien Airport (Schwechat) – 400 Zimmer – Eröffnung: Anfang 2017

Explorer Hotel St. Johann/Tirol – 100 Zimmer – Eröffnung: März 2017

In und um Wien entstehen etliche große, neue Hotels. Die neuen Hotels sind nötig, denn der Hotelmarkt Wien boomt. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Übernachtungen um 6,3 Prozent auf 13,5 Millionen Nächtigungen. Die Zahl der Ankünfte von Touristen und Gästen stieg um 6,4 Prozent auf stolze 6,2 Millionen. Der Wachstum kommt aus dem Ausland: 82 Prozent der Übernachtungen werden durch ausländische Gäste – die meisten davon aus Deutschland (2,6 Millionen Übernachtungen/+5 Prozent) generiert.

Nach dem Rekordjahr 2013 konnte die Tourismusbranche in Österreich auch 2014 Wachstum vermelden. Nach Angaben von Statistik Austria besuchten im abgelaufenen Kalenderjahr so viele Gäste die Alpenrepublik wie nie zuvor. Mit fast 37,6 Millionen Ankünften wurde der bisherige Höchstwert aus dem Vorjahr (rund 36,8 Millionen) um 1,9 Prozent übertroffen. Die Aufenthaltsdauer der Reisenden ging aber leicht zurück. Während die Anzahl der Übernachtungen 2013 in der Statistik noch mit etwa 132,6 Millionen ausgewiesen wurde, verringerte sich dieser Wert 2014 um knapp 800.000 Übernachtungen auf 131,9 Millionen.

Der Rückgang bei den Übernachtungen und die Steigerung bei den Ankünften bestätigen den langjährigen Trend zu kürzeren Aufenthaltsdauern in Beherbergungseinrichtungen. Im Jahr 2004 betrug die durchschnittliche Aufenthaltsdauer 4,1 Übernachtungen, zehn Jahre später waren es im Schnitt 3,5 Nächte. In der wichtigsten Hotelkategorie der Vier- und Fünf-Sterne-Betriebe blieb der 2014 erreichte Wert mit einem nur leichten Verlust von 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr aber weitgehend stabil.

Im Zehnjahresvergleich zeigt sich ein Trend zur Buchung höherwertiger Kategorien in Hotels und ähnlichen Herbergen. Lag der Anteil der Übernachtungen in der Vier- und Fünf-Sterne-Kategorie 2004 bei 30,0 Prozent, erhöhte sich diese Quote 2014 auf 36,1 Prozent. Gleichzeitig fiel der Anteil der Ein- und Zwei-Sterne-Häuser von 10,0 (2004) auf 7,9 Prozent (2014). Einen stetigen Zuwachs bei den Marktanteilen registrieren privat oder gewerblich bewirtschaftete Ferienwohnungen. Ihr Anteil an den Übernachtungen stieg von 16,5 (2004) auf 18,8 Prozent (2014).

Nach Herkunftsländern betrachtet buchten Gäste aus Deutschland im Vergleich zu 2013 fast drei Prozent weniger Übernachtungen. Auch niederländische Besucher verweilten 2014 nicht so lange in Österreich wie im Vorjahr (-1,4 Prozent). Besucher aus der Schweiz, dem in der Kategorie der Übernachtungen drittwichtigsten Herkunftsland, verbrachten mehr Nächte in Hotels und anderen Beherbergungsbetrieben (+1,4 Prozent). Am stärksten war der Rückgang von Übernachtungsgästen aus Russland 2014 (-7,9 Prozent). Steigerungen wurden hingegen bei Reisenden aus Tschechien (+3,1 Prozent), Polen (+7,0 Prozent) oder den USA (+9,0 Prozent) registriert.

Die Investitionsbereitschaft in der Branche steigt weiter. Gerade für die ländlichen Gebiete stellt der Fremdenverkehr einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar und trägt wesentlich zur Schaffung von Arbeitsplätzen bei. Eine gut ausgebaute lokale Infrastruktur sowie die Erhaltung und der Schutz des natürlichen und kulturellen Erbes sind für die Freizeitwirtschaft und die Schaffung von innovativen Angeboten dabei von großer Bedeutung. Zusätzliche Chancen für den Ganzjahrestourismus eröffnen sich durch komplexe Gesundheitsangebote. Gesundheitstourismus hat immer Hochsaison, ist wertschöpfungsintensiv, bietet hochwertige Arbeitsplätze und belebt strukturschwache Regionen.

Österreichweit waren mit Stand Mai 2014 schon 20 Millionen Übernachtungen pro Jahr diesem speziellen Zweig zuzuordnen, was eine Quote von 15 Prozent an allen Übernachtungen entspricht. Vorreiter bei der Entwicklung zum Ganzjahrestourismus ist das Burgenland. Knapp die Hälfte der rund 2,9 Millionen Übernachtungen in der Region 2014 (+2,1 Prozent gegenüber 2013) entfällt bereits auf den Wellness- und Thermenurlaub.