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10. Oktober 2014

Turboernte Weinlese größtenteils schon beendet

Turbolese: Manche Winzer sprechen von der schnellsten Lese, die sie je hatten

Ungewöhnlich früh haben die meisten Winzer in Deutschland ihre Traubenernte abgeschlossen. Insgesamt seien sie mit den Qualitäten zufrieden, sagte der Sprecher des Deutschen Weininstituts (DWI), Ernst Büscher, in Mainz.

Die bundesweite Erntemenge werde wohl mit 9,2 Millionen Hektolitern Most leicht über dem langjährigen Durchschnitt von 9,1 Millionen Hektolitern liegen. Im vergangenen Jahr waren es nur 8,4 Millionen Hektoliter.

Laut Büscher sind bereits mehr als 90 Prozent der Traubenernte beendet. «Manche Winzer sprachen von der schnellsten Lese, die sie je hatten.» Das feucht-warme Wetter im Herbst und die Kirschessigfliege als neuer Schädling hätten zur Eile angetrieben. Nach dem extrem frühen Austrieb in diesem Jahr seien die Trauben trotz des verregneten Augusts aber auch schon reif gewesen.

Besonders ausgezahlt haben sich nach Angaben des DWI-Sprechers die Investitionen vieler Weinbauern etwa in größere Traubenpressen und Mosttanks, weil der Klimawandel mit Wetterextremen immer öfter schnellere Reaktionen erfordere.

Wegen der Kirschessigfliege und des Herbstregens sei in diesem Jahr auch viel Handarbeit für das Aussortieren ungeeigneter Trauben nötig gewesen. Geerntet werden laut Büscher jetzt nur noch späte Sorten wie Riesling und Spätburgunder. dpa