16. Oktober 2009

Umsätze im Gastgewerbe sinken

Die Umsätze im deutschen Gastgewerbe sind auch im August gesunken - dafür steigen die Preise

Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, lagen sie im August um 3,2 Prozent unter dem Vorjahresmonat. Allerdings ist der Abschwung nicht mehr so stark wie zum Jahresauftakt. Für die ersten acht Monate 2009 zusammen ergibt sich ein Minus von 4,2 Prozent.

Nach den Statistiken des Bundesamtes haben Hotels und Gaststätten dieses Jahr allerdings trotz der Krise und einem allgemeinen Rückgang des Verbraucherpreisniveaus höhere Preise durchsetzen können. So lag der Preisindex für den Bereich Gaststätten im August um zwei Prozent über dem Vorjahresniveau, für Hotels und Pensionen bei 1,0 Prozent. Für das gesamte Gastgewerbe ergibt sich dadurch preisbereinigt ein Umsatzrückgang von 5,3 Prozent, der stärker als der nominale Wert von minus 3,2 Prozent ausfällt.

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) bestätigte «leichte Preiserhöhungen» in der Branche. Der Anstieg sei aber im Jahresverlauf gesunken. «Im Januar lagen die Preise noch um 3,1 Prozent über dem Vorjahresmonat, im September nur noch um 1,9 Prozent.» Allerdings hätten nicht alle Bereiche an der Preisschraube gedreht. «In der drei- bis fünf-Sterne-Hotellerie sind die Preise nach unten gerutscht», sagte eine Verbandssprecherin.

Weil im Zuge der Wirtschaftskrise die Geschäftsreisen weggebrochen seien, hätten die Häuser versucht, über günstige Angebote andere Kunden anzulocken. dpa