Wein
20. September 2016

VDP Herbstversteigerung Fast 200 Euro für eine Flasche Kabinett

VDP Herbstversteigerung | Fast 200 Euro für einen Kabinett, Foto © VPD

Bei der Auktion besonderer VDP-Raritäten konnte Egon Müller-Scharzhof einen neuen Preisrekord für Kabinett aufstellen. Für seine 1200 Flaschen 2015er Scharzhofberger Alte Reben erlöste er 199,92 Euro je Flasche (0,75 Liter).

Bei den Herbstversteigerungen der VDP-Regionen Mosel Saar Ruwer (16.09.), Rheingau (17.09.) und Nahe (18.09. mit Rheinhessen, Pfalz und Ahr) wurden auch in diesem Jahr neue Preisrekorde erzielt. An der Mosel erzielte der 2015er Scharzhofberger Kabinett von Egon Müller-Scharzhof mit 199,92 Euro den höchsten Preis, der je für eine Flasche Kabinett geboten wurde. Ein weiterer Höhepunkt an der Mosel war eine Magnum 2005er Graacher Himmelreich Trockenbeerenauslese von Joh. Joh. Prüm, die für 10120,95 Euro unter den Hammer kam.

VDP Herbstversteigerung | Fast 200 Euro für einen Kabinett, Foto © VPD

Insgesamt erlöste die Versteigerung an der Mosel gut 1,6 Millionen Euro für 11.201 Flaschen. Beim VDP Nahe wurden 3723 Flaschen für insgesamt 525 000 Euro versteigert. Der Durchschnittspreis pro Flasche lag in beiden Regionen knapp über 140 Euro je Flasche. An der Mosel ersteigerte Günther Jauch zudem eine Benefiz-Weinkiste mit insgesamt 14 Weinen für 3500 Euro. Das Geld wird zu Gunsten des Vereins nestwärme e. V. gespendet.

Unter den Hammer kamen Weine in kleinen und ganz großen Flaschen, gereift und jung und von trocken bis süß. Alle Weine sind rare Tropfen oder sogar Unikate. Die VDP-Auktionen, durchgeführt als "nasse" Versteigerungen, haben im internationalen Vergleich eine Ausnahmestellung: So können alle Weine, mit Ausnahme der Raritäten und Unikate, während der Versteigerung (und bei einer Vorprobe) verkostet werden. Zudem können die ausgebotenen Weine erstmals und ausschließlich auf den Versteigerungen erworben werden. Sie sind nicht im freien Handel erhältlich und verschwinden im Anschluss an die Versteigerung in den Schatzkammern der VDP.Güter und werden nur zu besonderen Gelegenheiten - auch Versteigerungen - erneut präsentiert.

Für sämtliche Raritäten geben die VDP-Prädikatsweingüter die Garantie, dass diese ununterbrochen in den Erzeugerkellern gelagert wurden als Gewähr für Authentizität und Qualität der Weine.Seit 1910 hält der vormalige "Verband Deutscher Naturweinversteigerer" an der Tradition der VDP.Versteigerungen fest. Damals wie heute steht der aktuelle Jahrgang im Mittelpunkt des Versteigerungsangebotes, das unter den Hammer kommt.