22. Januar 2014

VDP mit frischem Wind

Foto VDP

Neue Geschäftsführung und neue Mitglieder Franz Keller Schwarzer Adler, Rudolf May und Joh. Bapt. Schäfer

Das Team der VDP-Geschäftsstelle wurde bedingt durch den Wechsel der bisherigen Geschäftsführerin Eva Raps in das Weingut Hans Lang im Rheingau, neu aufgestellt. Die neue Struktur soll für weiteren Auftrieb und Kontinuität unter den Schwingen des Traubenadlers sorgen.

Hilke Nagel übernimmt zum 1. Januar 2014 die gesamte Geschäftsführung der VDP.Prädikatsweingüter. Nach ihrer Ausbildung im Hotelfach, Weinbau und PR war sie bereits von 1992 bis 2011 zunächst als Geschäftsführerin und dann - der Familie wegen - für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes zuständig. In den letzten beiden Jahren arbeitete sie bei Salm-Salm & Partner in der Vermögensverwaltung.

Hilke Nagel sieht den Schwerpunkt ihrer Arbeit in der Durchsetzung der Klassifikation und des Qualitätsversprechens: „Der VDP ist seit über 100 Jahren beispielgebend im deutschen Weinbau. Diesen Weg wollen wir mit Ideen und Taten weiter beschreiten. In unseren 202 Mitgliedsbetrieben steckt ein immenses Potential. Das ist der Garant für die Fortschreibung der Flaggschiff-Funktion des VDP im deutschen Spitzenweinbau.“

Katrin Sünderhauf übernimmt das Ressort Presse und Kommunikation. Die Hotelkauffrau und diplomierte Weiningenieurin war zuvor u.a. für Schloss Johannisberg, das Importhaus Segnitz und den Australischen Weinbauverband tätig.

3 Neuaufnahmen bei den VDP.Prädikatsweingütern zum 1. Januar 2014:

Baden, Franz Keller Schwarzer Adler

Das Weingut Franz Keller – Schwarzer Adler kam vor mehr als hundert Jahren wieder in Familienbesitz und steht seit Jahrzehnten für durchgegorene Weine. Die Weine dieses Hauses spiegeln das ganze Potential des Kaiserstuhls und seines einzigartigen Mikroklimas wieder. Fritz Keller leitet das Gut in dritter Generation. Zusammen mit seiner Frau Bettina, Sohn Friedrich und dem ganzen Team setzt er sich kompromisslos für Qualität ein, angefangen beim individuell auf Boden und Mikroklima abgestimmten Pflanzgut, über schonende Bearbeitung der Reben, bis zur Lese zum optimalen Zeitpunkt.

Mit dem neuen Weingutsgebäude wurde auch der Ausbau der Weine in Edelstahl oder in traditionellen Eichenholzfässern und Barriques weiter optimiert. „Die Aufnahme in den Verband ist für uns eine wunderbare Bestätigung unserer Arbeit und für die herausragende Qualität unserer Weine – ein fantastischer Start ins neue Jahr“, sagte Fritz Keller.

Franken, Rudolf May (Foto l.)

Das Weingut Rudolf May hat seinen Sitz in Retzstadt, einer kleinen Winzergemeinde nördlich von Würzburg. In dem Seitental des Mains stehen die Reben auf kargem Muschelkalkboden. Petra und Rudolf May betreiben seit 1998 dieses Weingut, das aus einem kleinen Nebenerwerbsbetrieb entstanden ist.

Die Rebfläche beträgt 13,5 Hektar mit der Hauptlage Retzstadter Langenberg. Die englische Weinkritikerin Jancis Robinson schrieb über den Silvaner „Wellenkalk“: „Jeder, der daran zweifelt, dass der Silvaner zugleich eine großartige Textur und säurebetonte Rasse haben kann, wird eines Besseren belehrt. Toll, jemanden so hingebungsvoll arbeiten zu sehen, und dies auf derart kargen Böden.“ „Die VDP.Prädikatsweingüter sind für uns wichtig, weil im VDP ein hohes Qualitätsdenken herrscht und wir uns gerne dieser Herausforderung stellen wollen. Den Adler auf der Kapsel zu haben ist eine besondere Auszeichnung. Dabei zu sein macht uns sehr stolz“, sagte Rudolf May.

Nahe, Joh. Bapt. Schäfer (Foto r.)

Das Weingut Joh. Bapt. Schäfer liegt an der unteren Nahe in Burg Layen. Sebastian Schäfer übernahm 2002 den Betrieb von seinem Vater und führt ihn nun in vierter Generation. Mittlerweile werden sieben Hektar Weinberge bewirtschaftet. Neben den Burgundersorten spielt der Riesling mit 60 Prozent die Hauptrolle im Sortiment. Die bis zu 40 Jahre alten Rieslingreben wurzeln im steinigen Verwitterungsboden der steilen Südlagen Dorsheimer Pittermännchen und Goldloch sowie Burg Layer Schlossberg.

Sebastian Schäfer strebt charakterstarke, individuelle Rieslinge an, die ihr Terroir perfekt widerspiegeln. Der überwiegende Teil der ausdrucksstarken, mineralischen Weine wird trocken ausgebaut: "Die Prädikatsweingüter sind für mich die wichtigste Winzervereinigung in Deutschland, weil sie durch strenge Richtlinien und hohe Qualitätsanforderungen das Ansehen des deutschen Weines auf eine neue Dimension bringen."