Das neue WALD.WEIT Rheingau Hotel & Retreat definiert den Tourismus im Rheingau neu: Erstklassiger Service voller Herzlichkeit und außergewöhnliche kulinarische Erfahrungen sorgen für Freude und Anerkennung in der Region. Die GOURMETWELTEN sprachen mit Group General Manager Malte Budde über den Erfolg des Hauses.
Wie sieht Ihre Bilanz nach zwei Jahren WALD.WEIT aus?
Wir sind tatsächlich sehr, sehr zufrieden. Das Haus ist sowohl im lokalen als auch im nationalen Markt sehr gut angenommen worden, und wir starten nun unsere internationale Expansion. Auch mit den Zahlen sind wir zufrieden – gerade, wenn man bedenkt, dass wir aktuell noch keiner Kooperation oder internationalen Hotelkette angehören und uns alles selbst erarbeiten und aufbauen mussten.
Gleichzeitig haben wir eine sehr niedrige Fluktuation, unsere Strukturen sehr gut in den Griff bekommen und unsere operativen Abläufe kontinuierlich verbessert. Dazu kommt eine sehr hohe Gästezufriedenheit. Das alles lässt mich sehr positiv in die Zukunft blicken.

Was ist aus Ihrer Sicht der Grund für den Erfolg des Hotels und was das größte Plus des Hauses?
Grundsätzlich bin ich absolut überzeugt von unserem Standort. Die Nähe zu einem internationalen Flughafen ist wahrscheinlich eines der spannendsten Unterscheidungsmerkmale zu vielen anderen Häusern dieser Art. Gleichzeitig haben wir eine sensationelle Lage oberhalb von Eltville und Kiedrich mit einem wunderschönen Blick in den Rheingau, der in dieser Form wirklich einmalig ist.
Dazu kommt unsere klare Positionierung als Nature Retreat. Mit der zukünftigen noch stärkeren Ausrichtung auf die Themen Natur und Wald schaffen wir eine Spezialisierung, die es so in dieser Form nur sehr selten gibt. Genau diese Kombination aus Erreichbarkeit, außergewöhnlicher Lage und klarer Positionierung ist für mich eine unserer größten Stärken.
Wird das WALD.WEIT auch in der Region gut angenommen oder kommen die Gäste überwiegend von außerhalb? Welche Rolle spielt die Einbindung in den Rheingau?
Das Hotel wird in der Region sehr gut angenommen. Gerade an den Wochenenden haben wir immer wieder die Herausforderung, allen Tischwünschen gerecht zu werden. Daran sieht man, dass das Haus auch für die Menschen aus der Region eine wichtige Rolle spielt. Diese Positionierung im Rheingau möchten wir in Zukunft gemeinsam mit der hiesigen Tourismusorganisation und unseren Partnern wie Kloster Eberbach und den verschiedenen Weingütern noch weiter ausbauen.
Für mich persönlich ist es sehr wichtig, dass auch internationale Reisende, die zu uns kommen, spüren, wo sie gerade sind, und ein Stück Rheingau bei uns im Haus erleben. Denn gerade, wenn man international viel reist, möchte man am jeweiligen Ort auch das lokale Kolorit erleben. Ein Hotel sollte für mich immer etwas mit seiner Umgebung zu tun haben – und nicht überall auf der Welt gleich aussehen und sich gleich anfühlen.

Wie erfolgreich gestaltet sich die Personalakquise, gerade vor dem Hintergrund der etwas außerhalb von Kiedrich gelegenen Lage?
Natürlich war es am Anfang eine Herausforderung, die richtigen und passenden Mitarbeiter für unser Team zu finden. Gerade die Lage kann auf den ersten Blick auch ein Nachteil sein. Mittlerweile sehe ich sie aber ganz klar als Vorteil. Wir haben in der Region eine einmalige Positionierung und bieten einen tollen Arbeitsplatz – gerade auch für junge Menschen.
Das zeigt unser neuer Ausbildungsjahrgang sehr deutlich: Wir konnten zwölf tolle, junge und motivierte Menschen für uns gewinnen und beschäftigen mittlerweile über 20 Auszubildende innerhalb der TT Hospitality. Darauf sind wir sehr stolz.
Mit unserem zweiten Bauabschnitt und den neuen Bereichen, die hinzukommen, freuen wir uns nun auf weitere Talente – aus der Region, aber natürlich auch aus dem In- und Ausland –, die unsere Vision und unser gemeinsames Miteinander bereichern. Wir haben für uns ein eigenes Wertekonstrukt entwickelt: unsere „Wurzeln“, natürlich passend zum WALD.WEIT. Auf diesen Wurzeln fußen unsere Philosophie, unsere Vision und unsere Werte. Unser Anspruch ist es, diese Werte gemeinsam wirklich zu leben und einen der spannendsten, motivierendsten und wertschätzendsten Arbeitsplätze in der deutschen Hotellerie zu schaffen.

Küchendirektor Falk Richter
Das Restaurant überzeugt mit stimmigen Menüs und außergewöhnlichen Kombinationen – wie wird das kulinarische Konzept von den Gästen angenommen?
Das Konzept unseres Restaurants wird sehr, sehr gut angenommen – sowohl von unseren Hotelgästen als auch gerade von lokalen Gästen und Besuchern aus der Region Mainz, Wiesbaden und Frankfurt. Aktuell haben wir noch die Herausforderung, dass wir aufgrund der räumlichen Möglichkeiten in unserer Küche nicht jederzeit alle Wünsche unserer Gäste abbilden können. Das wird sich mit dem zweiten Bauabschnitt ändern.
Mit einer zweiten Küche und einem neuen gastronomischen Konzept, an dem wir gerade arbeiten, werden wir unser Angebot deutlich erweitern können. Dann können wir vom Fine Dining bis hin zum Comfort Food noch viel mehr unterschiedliche Wünsche erfüllen. Das Thema Wald und unsere Ausrichtung auf eine nachhaltige Ernährung werden dabei aber weiterhin ganz klar im Mittelpunkt stehen.

Welche Projekte stehen als Nächstes an – sowohl im Haus und im Hinblick auf den geplanten Erweiterungsbau als auch innerhalb der Gruppe?
Im bestehenden Haus steht für uns aktuell das Thema Events ganz oben auf der Agenda. Wir möchten unsere Gäste immer wieder mit neuen Ideen begeistern und das Haus mit Leben füllen. Dabei geht es auch darum, Anlässe zu schaffen, bei denen Gäste nicht nur für ein paar Stunden zu uns kommen, sondern vielleicht sagen: Wir bleiben über Nacht und machen daraus ein richtiges Erlebnis. Dazu entwickeln wir verschiedene Food-&-Beverage-Formate, beispielsweise unser WALD.DINNER oder unser „Dinner der Sinne“, bei dem wir ganz bewusst mit den unterschiedlichen Sinnen spielen und unseren Gästen etwas Besonderes bieten möchten.
Parallel stehen wir natürlich mit unserem Erweiterungsbau in den Startlöchern. Im nächsten Sommer ist es so weit, und darauf freuen wir uns sehr. Mit dem neuen Spa-Bereich, Infinity Pool, Schwimmteich, weiteren Zimmern und neuen gastronomischen Angeboten wird das WALD.WEIT noch einmal eine ganz andere Dimension bekommen. Damit möchten wir natürlich auch neue Gäste aus nah und fern erreichen.
Und auch innerhalb der Gruppe möchten wir weiterwachsen. Unser Fokus bleibt dabei klar auf der Region Mainz, Wiesbaden, Frankfurt, Rheingau und Rheinhessen. Wir sind immer an spannenden Projekten interessiert – sehr gerne auch an familiengeführten Betrieben, die einen Partner für ihre weitere Entwicklung suchen. Wir selbst kommen aus einem Familienunternehmen mit langer Tradition. Deshalb ist uns wichtig, dass ein neues Projekt nicht nur wirtschaftlich interessant ist, sondern auch zu uns, unserer Philosophie und unseren Werten passt.
