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21. November 2009

Weihnachtsmärkte, Teil 2 Hessen

Weihnachtsmärkte beginnen in Darmstadt und Offenbach, Kassel, Wiesbaden und Frankfurt

Kunsthandwerk, der Duft gerösteter Mandeln, von Lebkuchen und Glühwein - mit dieser Kombination locken Weihnachtsmärkte die Besucher an. In Hessen laden über 150 Orte ein, sich während des Bummels unter Christbaum und im Lichterglanz auf das bevorstehende Fest einzustimmen. Während kleinere Städte wie Michelstadt im Odenwald auf Romantik setzen, locken die fünf hessischen Großstädte teilweise mit verlängerten Einkaufszeiten und Showeinlagen.

Nächste Woche beginnen die ersten Weihnachtsmärkte. Den Anfang machen am Montag (23.) Darmstadt und Offenbach. Einen Tag vor Heiligabend enden die meisten.

Im südhessischen Darmstadt bildet das Residenzschloss mit dem historischen Marktplatz Kulisse und Zentrum des Weihnachtsmarkt. Im Schloss selbst gibt es Kunsthandwerk zu kaufen. Auf den umliegenden Plätzen erwartet die Besucher eine Mischung aus kulinarischen Spezialitäten und kommerziellen Angeboten. In diesem Jahr haben die Darmstädter ihre Partnerstädte Szeged, Plock, Ushgorod, Liepaja, Graz, Freiberg und Gyönk eingeladen, sich vorzustellen. Für Auswärtige planen die Veranstalter nach eigenen Angaben geführte Rundgänge durch die illuminierte Stadt. Die Geschäfte verknüpfen den Weihnachtsmarkt mit Angeboten, bis spät abends einzukaufen. Am 27. November und am 21. Dezember sollen die Kassen bis 23 Uhr klingeln. Der Markt wird diesen Montagnachmittag nahe der Weihnachtspyramide auf dem Marktplatz eröffnet.

Zur gleichen Zeit beginnt der Offenbacher Weihnachtsmarkt. Er machte in der Vergangenheit mehrfach Schlagzeilen durch wenig weihnachtliche Streitereien unter den Standbesitzern. Die privaten Betreiber wollen den Ruf nun aufpolieren. Sie wollen einer Ankündigung zufolge in Zukunft das kunsthandwerkliche Angebot vergrößern. Den Anfang macht in diesem Jahr ein Holzschnitzer. Bis einen Tag vor Heiligabend werden an insgesamt 48 Ständen Waren feilgeboten.

In der Landeshauptstadt Wiesbaden gehen am 24. November die Lichter des Weihnachtsbaums an. Rund 3000 Glühbirnen und 1000 blau-gelbe Schleifen sollen dem «Sternschnuppenmarkt» heimelige Atmosphäre bescheren. Neben traditionellen Angeboten wie Karussell und Kinderbackstube lässt die Stadt zum ersten Mal eine große Weihnachtspyramide aufstellen. Das Treiben zwischen Landtag und Rathaus können Besucher aus einem Riesenrad beobachten. Schlittschuhläufer können auf einer Bahn vor dem Landestheater ihre Kreise ziehen. Am Abend vor dem 6. Dezember bleiben die Geschäfte in der Innenstadt anlässlich des «Nikolaus-Shopping» länger geöffnet.

Der Kasseler Weihnachtsmarkt startet am 24. November. Er steht in diesem Jahr unter dem Märchenmotto «König Drosselbart». Eine der zentralen Veranstaltungsorte ist der Friedrichsplatz. Er wird, wie eine Reihe von Geschäften, traditionell mit Märchenfiguren dekoriert. Außerdem soll der Besuch von «Märchenwald» und «Zauberwald» große wie kleine Besucher weihnachtlich einstimmen. Zu den Attraktionen zählen die Organisatoren auch den überdimensionalen Adventskalender. Dort wird sich jeden Tag eine neue Tür öffnen. Zum Märchenmotto passen auch die Gäste aus Kasseler Partnerstädten: Aus dem russischen Jaroslawl wird Väterchen Frost erwartet, aus dem finnischen Rovaniemi Santa Claus, das schwedische Västera schickt Lichterkönigin Lucia vorbei.

Frankfurt als größte Stadt Hessens rühmt sich auch des größten Weihnachtsmarkts im Land. Buden und Karussells erstrecken sich vom Paulsplatz über den Römerberg bis an das Mainufer. Zum Auftakt am 25. November spricht Oberbürgermeisterin Petra Roth. Sie überlässt anschließend Karel Gott das Mikrofon. Der Schlagersänger aus Prag wird vor der Fachwerkkulisse des Römerbergs Weihnachtslieder singen. Musikalisches steht in den Wochen bis zum 22. Dezember hoch im Kurs. Auf der Bühne vor dem Rathaus Römer gibt eine Reihe von Chören Gastspiele. Außerdem erklingt am 28. November und am 24. Dezember das Große Stadtgeläut.

Wie heißer Apfelwein gehört zur Weihnachtsmarkt-Tradition der Unmut über den Weihnachtsbaum vor dem Römer. Obwohl die Stadt in diesem Jahr eigens eine Findungsdelegation entsandte, fand die 27 Meter hohe Fichte aus den Tiroler Alpen wenig Beifall. Spärlich, schief, lautete die Kritik. Zum Weihnachtsmarkt soll das Gewächs ins rechte Licht gerückt sein. Bis abends 21 Uhr, danach ist Schluss mit dem Frankfurter Budenzauber. dpa

Weihnachtsmärkte in Rheinland-Pfalz