29. März 2008

Wein-News: Österreich-Export boomt, Loisium startet, Pestizidcocktail im Spätburgunder

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Österreichischer Weinexport 2007 übertrifft alle Erwartungen. Weinzentrum Loisium (Foto) startet in die Saison. Pflanzenschutzmittel im Spätburgunder

Österreichischer Weinexport 2007 übertrifft alle Erwartungen

Das Jahr 2007 scheint für den österreichischen Wein das erfolgreichste Exportjahr aller Zeiten gewesen zu sein. Ergaben die Hochrechnungen Ende Dezember noch einen Gesamtexport von 51 Mio. Litern zu 93 Mio. Euro, zeigen die neuen vorläufigen Zahlen der Statistik Austria einen Export von 56 Mio. Liter zu 105 Mio. Euro.

Ausschlaggebend dafür war der starke Wertzuwachs an hochwertigen Flaschenweinexporten von mehr als 30 Prozent (36 Mio. lt, 92 Mio. Euro). Für Willi Klinger, Geschäftsführer der Österreichischen Weinmarketinggesellschaft (ÖWM) ist dies die Bestätigung der intensiven Qualitätsbestrebungen der heimischen Winzer: "Kaum ein anderes Weinland der Welt weist derzeit eine so dynamische und innovative Weinszene auf wie Österreich."

Wichtigstes Exportland mit einem Wertzuwachs von 33 Prozent ist weiterhin mit großem Vorsprung Deutschland. Auf Platz zwei und drei liegen die Schweiz (inkl. Liechtenstein) und USA, die besonders aufgrund der hohen Durchschnittspreise von über 5 Euro pro Liter wichtige Exportpartner darstellen.

 

Saisonauftakt im LOISIUM

Die Weinerlebniswelt Loisium im Kamptal startet mit April in die Saison 2008. Ganz neu sind Programme für Kinder. In der Wein.Bar erwarten die Besucher nun regionale Käse- und Schinkenspezialitäten und täglich frische Flammkuchen. Tel: 0043 (0)2734 32 240-0, zum Loisium

 

Pestizidcocktail in europäischen Weinen

Weine aus Deutschland und anderen europäischen Ländern sind nach einer Untersuchung häufig mit Pflanzenschutzmitteln belastet. Bei einer Analyse von 40 Weinsorten seien in 35 Pestizidrückstände festgestellt worden, heißt es in der in Brüssel vorgestellten Studie des Aktionsnetzwerks gegen Pestizide (PAN).

Ein Verstoß gegen gesetzliche Vorschriften wurde allerdings nicht ermittelt. Unter den festgestellten Pestiziden waren fünf als krebserregend oder erbgutverändernd eingestufte Substanzen. In einem Spätburgunder aus Baden wurden sogar Rückstände von zehn verschiedenen Pflanzenschutzmitteln entdeckt. Frei von Pestiziden waren der Studie zufolge lediglich fünf der 40 analysierten Flaschen, dabei handelte es sich um Bio-Weine.