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09. Oktober 2009

Weinbau in Franken

Das kleine Wein-ABC: Weinbau in Franken

Bereits im 8. Jahrhundert bauten Mönche auf den geschützten Lagen am Main, seinen Seitentälern und an den Hängen des Steigerwaldes Weinreben an, um Messwein herzustellen. Heute bewirtschaften etwa 5200 Weinbaubetriebe von Bamberg bis Aschaffenburg rund 6000 Hektar Rebfläche. Im Wesentlichen arbeiten die Winzer in Familienbetrieben mit weniger als einem halben Hektar Rebfläche.

Weniger als 100 Unternehmen verfügen nach Angaben des Fränkischen Weinbauverbands aus Würzburg über mehr als 10 Hektar. Insgesamt arbeiten in der Branche etwa 15 000 Menschen, die meisten aber nur saisonal oder in Teilzeit.

Pro Jahr werden in Franken 40 bis 50 Millionen Liter Wein erzeugt, fast 85 Prozent davon sind Weißwein. Jede dritte Flasche Frankenwein enthält einen Müller-Thurgau, jede fünfte einen Silvaner. Beim Rotwein ist mit fast sechs Prozent an der Gesamterzeugung die Domina am weitesten verbreitet. Insgesamt erwirtschaften die Winzer jährlich 150 bis 200 Millionen Euro Umsatz.

Ein Markenzeichen des Frankenweins ist der Bocksbeutel. In diese runde Flaschenform dürfen nur Qualitätsweine ab einem gewissen Mostgewicht abgefüllt werden. Von der gesamten Weinernte landen etwa 40 Prozent im Bocksbeutel, der Rest in Liter- oder Sonderflaschen. dpa

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