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24. Januar 2015

Weinbautage Methoden zur Bekämpfung der Kirschessigfliege

Rheinland-Pfalz lässt nach neuen umweltschonenden Verfahren zur Bekämpfung der Kirschessigfliege suchen

Das Land Rheinland-Pfalz lässt nach neuen umweltschonenden Verfahren zur Bekämpfung der Kirschessigfliege forschen. Das sagte Weinbaustaatssekretär Thomas Griese (Grüne) am Freitag bei den Rheinhessischen Weinbautagen in Nieder-Olm. Angesichts des Klimawandels breite sich der Schädling aus. Um künftig besser gewappnet zu sein, sei mehr Wissen zur Kirschessigfliege nötig. Rheinland-Pfalz sei immerhin das Weinland Nummer eins in Deutschland und stelle 90 Prozent des deutschen Weinexports.

Die Kirschessigfliege hat sich 2014 erstmals richtig im rheinland-pfälzischen Obst- und Weinbau bemerkbar gemacht. Die weiblichen Tiere legen ihre Eier bevorzugt in reife, weichschalige und rote Beeren, die Larven fressen sie dann kaputt. Betroffen sind vor allem rote Weintrauben bestimmter Sorten, aber auch rote Beerenfrüchte, etwa Johannis-, Him- oder Brombeeren.

Fachmann: Zu früh für Prognosen in Sachen Kirschessigfliege

Die Kirschessigfliege hat sich 2014 erstmals richtig im rheinland-pfälzischen Obst- und Weinbau bemerkbar gemacht - wie es in diesem Jahr sein wird, ist noch nicht abzuschätzen. «Dazu ist es absolut zu früh», sagte Friedrich Louis vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Rheinpfalz anlässlich der 68. Pfälzischen Weinbautage in Neustadt. Zwar seien schon befruchtete Weibchen unterwegs, aber ein Frost könne immer noch dafür sorgen, dass die Zahl der Schädlinge zurückgehe. Ob mit einem starken oder geringeren Befall zu rechnen sei, könne man erst im Frühjahr genauer sagen.

Als eine der wichtigsten Vorbeugemaßnahmen im Weinbau nannte DLR-Mitarbeiterin Stefanie Alexander die Entfernung von Blättern rund um die Trauben. Weil die Fliegen trockene und besonnte Stellen größtenteils mieden, könne damit ein Befall um bis zu zwei Wochen verzögert werden. Beerenobst kann nach Louis' Angaben besonders gut mit Netzen vor dem Schädling geschützt werden. dpa