Zwanzig Jahre nach ihrem ersten Jahrgang scheint Dorli Muhr recht zu bekommen. „Dorli Muhr is the woman who kissed the Spitzerberg awake“, liest man im Wine Advocate und damit ist nicht nur ein Wein gemeint, sondern der ganze Hang, an dem Dorli Muhr mittlerweile zwölf Hektar Weinberge bewirtschaftet.
Die höchste Bewertung (98) gab es für dir Einzellage „Obere Spitzer“, doch die Nachbarlage „Obere Roterd“ liegt mit 97 Punkten nicht weit davon entfernt, und auch der Liebkind (96) ist „extraordinary“. Die größere Lage „Ried Spitzerberg“ (95) und selbst der Ortswein „Prellenkirchen Samt&Seide“ (91+) sind „outstanding“ laut Bewertung von Robert Parker Wine Advocate.
„Eine enorm attraktive Nase mit einem Wechselspiel von floralen Aromen und zartherben Toast- und Tabak-Noten. Vollmundig, seidig und sehr elegant am Gaumen, rund und intensiv. Im Abgang zeigt dieser so verführerische und delikate Wein dann aber eine Würzigkeit, die Tannine sind seidig und mit der Salzigkeit des Weines gut verwoben, was ihm eine unglaubliche Dichte und Persistenz verleiht“, so beschreibt Stephan Reinhardt, Kritiker für Robert Parker Wine Advocate, den Blaufränkisch von der Lage Obere Spitzer, einer etwa acht Hektar großen sehr steinigen und kargen Lage am südwestlichen Hang des Spitzerbergs in Carnuntum.
98 Punkte – das ist die bislang höchste Bewertung, die je ein österreichischer Rotwein bei Robert Parker erhalten hat.
Immer mehr Fachleute entdecken, dass auch Österreichs Rotweine zur Weltspitze zählen. Insbesondere die Sorte Blaufränkisch kann aus Toplagen selbstverständlich und auf Augenhöhe mit den wertvollsten Rotweinen aus Burgund, Bordeaux oder Piemont stehen. Blaufränkisch hat sich schon zu einem Darling der Weinkritik und den Sommeliers entwickelt. Es ist noch ein kleiner Kreis von Expert:innen, der diese Sorte feiert, aber sie werden täglich mehr, und zwar auf der ganzen Welt. Dorli Muhrs Blaufränkisch-Weine vom Spitzerberg werden bereits in 24 Ländern in der Spitzengastronomie serviert.
Keine Sorte für günstige Weine
„Blaufränkisch ist keine Allerweltssorte“, meint Dorli Muhr. „Hohe Ernteerträge tun ihm nicht gut, deswegen eignet sich Blaufränkisch nicht für Billigweine. Am feinsten und ausdrucksstärksten wird die Sorte auf kargen Böden, wo jeder Rebstock nur ganz wenige Trauben hervorbringt, diese aber umso komplexer und intensiver sind – bei gleichzeitig aber viel Frische und einer leichtfüßigen Eleganz.“ Der karge, kalkhaltige Spitzerberg ganz im Osten von Carnuntum bietet dafür ideale Voraussetzungen.
Außerdem: Je länger der Wein in der Flasche reifen darf, umso mehr Freude wird er bereiten.
„Wir reifen alle Lagenweine mindestens drei Jahre – zwei davon im Fass und eines in der Flasche – bevor wir sie aus dem Keller entlassen“, so Weinmacher Lukas Brandstätter, der seit mehr als zehn Jahren die Vinifikation im Weingut Dorli Muhr verantwortet.
So kommen die Lagenweine aus dem Jahrgang 2022 mit 6. September 2025 auf den Markt. Die Vorstellung der Ersten Lagen-Weine der Österreichischen Traditionsweingüter auf Schloss Grafenegg, wo auch die 22er Einzellagenweine von Dorli Muhr erstmals verkostet werden können, gibt den Startschuss dazu: https://www.traditionsweingueter.at/de/veranstaltungen-and-termine/erste-lagen-praesentation/
Gereiftere Weine kann man im Rahmen der „Konzerte in der Wiese“ am Weingut Dorli Muhr probieren. In diesem Sommer noch mit Tini Kainrath, dem Duo Sonoma, U-Turn oder Mina Mas. Tickets: www.dorlimuhr.at/events
Weingut Dorli Muhr
Weingartenweg 6, 2472 Prellenkirchen
Carnuntum

