Weingut Eva FrickeTerroir mit Haltung

Als vielfach ausgezeichnete Riesling-Winzerin im Rheingau ist Fricke selbst seit Jahren für ihren konsequenten Qualitätsanspruch und ihr Engagement für biodynamische Weinherstellung bekannt.

Mit dem 2021 gegründeten Weinimportunternehmen erfüllte sie sich einen lang gehegten Wunsch: herausragende, nachhaltig erzeugte Weine von charakterstarken Winzerpersönlichkeiten aus aller Welt nach Deutschland zu bringen – fernab industrieller Standards, mit Fokus auf Authentizität, Terroir und echter Handwerkskunst.

Der Schwerpunkt liegt auf französischen Weinen und Jungwinzern der neuen Generation, doch auch Spitzenweine aus Spanien, Kalifornien und Neuseeland finden sich im sorgfältig kuratierten Portfolio von Delicious Green.

Haltung, Handwerk und Herkunft im Fokus

Die Philosophie von Delicious Green Selection basiert auf der Unterstützung ehrlicher, handwerklich hergestellter Weine sowie auf der Förderung engagierter Winzer, die sich für eine nachhaltige Landwirtschaft und eine respektvolle Weinherstellung einsetzen.

Dazu zählen unter anderem die eleganten Burgunder von JF Mugnier, dessen Philosophie darauf abzielt, in den Weinen den reinsten Ausdruck der Natur mit minimalen Eingriffen zu bewahren; die biodynamisch erzeugten Weine von Dominique Lafon, einem der profiliertesten Erneuerer im Burgund, der nun nach und nach an seinen Sohn Guillaume übergibt, sowie die Lagenweine von Benjamin Leroux, mit dem Eva Fricke seit dem Jahr 2000 eine enge Freundschaft und die Leidenschaft für ökologischen Weinbau verbindet.

Auch außerhalb Europas finden sich bemerkenswerte Positionen: etwa die präzisen Pinot Noirs von Hiroyuki Kusuda aus Martinborough, Neuseeland, die puristischen Syrah-Weine von Jean-Baptiste Souillard aus dem nördlichen Rhônetal und die naturbelassenen Gewächse von Rajat Parr, dem wohl einflussreichsten Sommelier der USA und heutigen Winzer an der kalifornischen San Luis Obispo Coast. Auf der historischen Phelan Farm kultiviert Parr in kompletter Handarbeit biodynamische Weine, die tief von ihrer Meeresnähe, dem kargen Boden und seiner persönlichen Philosophie geprägt sind. Für ihn ist Wein Ausdruck von Respekt: vor der Pflanze, vor dem Ort, vor der Geschichte. Mit seiner kompromisslosen Haltung hat er sich international einen Namen gemacht – als Stimme für eine neue, regenerativ denkende Generation im Weinbau.

Alte Welt, neues Wissen

Die Weine von Peter Sisseck, einem der einflussreichsten Winzer Spaniens, erweitern das Sortiment um eine weitere Terroir-Ikone. Mit seinem Weingut Dominio de Pingus in der Ribera del Duero verfolgt Sisseck seit Jahrzehnten eine biodynamisch geprägte Philosophie, die sich in seinen Weinen wie dem legendären Pingus, dem Flor de Pingus und dem Projekt ΨPSI widerspiegelt. Auch Jean-Louis Trapet aus Gevrey-Chambertin reiht sich in diese Haltung ein. Die Grand Crus seiner Domaine Trapet gelten als Referenz für burgundische Ausdruckskraft, geprägt von biologischer Vielfalt, klarem Terroirbezug und einer generationsübergreifenden Vision von Qualität.

Bühne für die nächste Generation

Delicious Green Selection möchte auch jungen Talenten eine Stimme geben. So etwa Bastian Beny aus Rheinhessen, der sich der regenerativen Landwirtschaft verschrieben hat und feinsinnige naturbelassene Weine von zeitloser Eleganz erzeugt. Im Chablis leiten die Brüder David und Arnaud Lavantureux den Familienbetrieb in zweiter Generation mit klarem Fokus auf ausdrucksstarke Chardonnays und Pinot Noirs. Mit Paul Coulet, der die Domaine de Brunet in den südlichen Cevennen fortführt, erweitert ein weiterer junger Winzer mit starker Haltung das Portfolio.

Genuss, Begegnung, Austausch

„Unsere Produzenten stehen für Nachhaltigkeit, einen puristischen und natürlichen Weinstil sowie einen persönlichen Aspekt, der in der Weinwelt oft verloren geht“, so Eva Fricke. „Durch Delicious Green Selection möchten wir das Teilen der Freude am Weinbau, der Weinkreation und einer bewussten Genusskultur fördern.“

Weitere Informationen zu Produzenten und Veranstaltungen finden sich unter www.deliciousgreen.de und www.evafricke.com.

TERROIR & ADILETTEN

Eva Fricke und Rajat Parr – eine besondere Podcast-Folge von Willi Schlögl und Curlyund ein Weinpaket zum Genießen

„Unsere erste Folge auf Englisch – und Rajat Parrs erstes Mal in Berlin. Zufall? Eher nicht. Mit dabei: Eva Fricke aus dem Rheingau.
Raj, internationale Sommelier-Ikone und Winzer, nimmt Willi und Curly mit auf seine vinophile Reise: von nächtlichen Blindverkostungen mit seinem Mentor Larry Stone – bei denen ein falsch erratener Jahrgang einer Blamage gleichkam – bis hin zur Frage, was Reben und Menschen gemeinsam haben, wenn es um Widerstandskraft geht.

Es geht auch darum, warum Weinausbildungen die Generation Z kaum noch begeistern, wie sich das eigene Trinkverhalten verändert, wenn man selbst Wein produziert, und was große Namen auf Etiketten tatsächlich verkaufen.

Weitere Highlights: Wie der Burgund-Hype Rajats Restaurant in San Francisco zu Fall brachte, wie die legendären Weine von Rudy Kurniawan wirklich schmeckten – und warum Raj noch nie so viel Spaß bei einer Podcastaufnahme hatte. Ein Mann mit ausgezeichnetem Geschmack.“

Dazu passend gibt es das begleitende TundA-Weinpaket – zum Mittrinken, Mitträumen und Mitphilosophieren.

Hier geht’s zur Podcast-Folge

Das Weingut Eva Fricke

Seit September 2011 führt Eva Fricke ihr eigenes Weingut in Vollzeit, seitdem wächst der Betrieb kontinuierlich. Im Sommer 2015 zog das Weingut nach Eltville um und ist seither mit einer eigenen Vinothek ausgestattet. Im Jahr 2022 werden insgesamt 17 Hektar Weinberge bewirtschaftet, davon sind 15,5 ha im Ertrag und 1,5 ha Jungfelder, Neuanpflanzungen und Brachflächen.

Der Betrieb in Eltville wurde im Sommer 2019 um ein temperaturkontrolliertes Weinlager, direkt angrenzend an Vinothek und Büro, erweitert. Dies bedeutet eine weitere Optimierung der Produktions- und Lagerbedingungen und ist ein wichtiger Schritt hin zu einer deutlich nachhaltigeren betrieblichen Infrastruktur und CO2-Bilanz.

Seit 2019 gehören zu den Weingutsflächen auch 2 ha der originalen Lagen einer historischen Rheingau-Legende: der Domäne Schloss Eltz. Diese wurde ab 2019 auf biologischen Anbau unter Zertifizierung umgestellt.

Erstklassige Rieslinge aus besten Rheingauer Lagen

Eva Frickes Portfolio besteht zu 98 Prozent aus Rieslingen, die besonders mit ihrer Vielfältigkeit beeindrucken. Zurückzuführen ist diese Vielfalt auf die Lagen der Weinberge, die sich an zwei ganz unterschiedlichen geographischen Regionen im Rheingau befinden: In den Lagen im Oberen Rheingau um Kiedrich, Eltville und Walluf wachsen auf Löss-/Lehm- und Tonböden saftige, fruchtige Rieslinge heran.

Die nördlichsten Rheingauer Weinberge um Lorch und Lorchhausen dagegen, die geologisch und klimatisch gesehen schon zum Weinanbaugebiet Mittelrhein zählen könnten, bringen außergewöhnlich elegante und filigrane Rieslinge hervor. Die dort vorhandenen Schiefer- und Quarzitböden sorgen zudem für mineralische, oft fast salzige Nuancen. Aufgrund der Bodenbeschaffenheit ist hier der Ertrag auf natürliche Weise begrenzt.

Eva Frickes Fokus liegt auf den Lorcher Weinbergen, die sie 2005 sozusagen aus einem „Dornröschenschlaf“ erweckte. Der damit verbundene Aufwand hat sich gelohnt, wie die Anerkennung des „Lorchhäuser Seligmacher“ durch internationale Spitzenrestaurants und die damit verbundene neue Wertschätzung der historischen Lage zeigt. Auch die Tatsache, dass die lange Zeit vergessenen und eher gering geschätzten Lagen mittlerweile bei prominenten Winzern aus dem ganzen Rheingau begehrt sind, zeigt Evas Gespür für Qualität.

Handarbeit im Einklang mit der Natur

Dem An- und Ausbau von Eva Frickes Weinen liegt ein ganzheitliches Konzept zugrunde. Besonders deutlich zeigt sich dies in der Weinbergsbewirtschaftung, denn die Hälfte der Weinberge weist eine Steigung von über 44 Prozent auf und macht Handarbeit an den bis 70 Jahre alten Rebstöcken unumgänglich. Aber auch im Keller wird den Weinen viel Zeit für ihre individuelle Entwicklung gegeben. Die natürlichen Gegebenheiten der Lagen, aber auch von der Natur gesteuerte Einflüsse während des Jahres stehen bei Eva Fricke Weinen ganz klar im Vordergrund. Genau aus diesem Grund werden die Weine auch nicht Jahr für Jahr nach den gleichen analytischen Parametern ausgebaut, sondern immer individuell.

Seit 2006 verzichtet Eva Fricke auf Herbizide und Pestizide. Der Anbau aller Weine erfolgt seit 2011 nach ökologischen Richtlinien. Im Juli 2016 startete das Weingut den EU-Bio-Zertifizierungsprozess und ist mittlerweile zertifiziert. Auch Zukauftrauben stammen seit 2017 aus ökologisch-zertifiziertem Anbau von langjährigen Partnern des Weingutes in der Region. Seit 2017 ist das Weingut Eva Fricke zudem bei der „Vegan Society“ registriert. Im selben Jahr begann das Team auch mit biodynamischen Anwendungen, die weiterhin konsequent erlernt und verfolgt werden.

Wein ist nicht nur ein Getränk, sondern Ausdruck von Haltung und Geschichte.

Weingut Eva Fricke geht mit L‘Amour de la Nature 2022 neue Wege

Der Name ist Programm: L’Amour de la Nature ist eine Liebeserklärung an die Natur, an das Terroir des Rheingaus und an eine neue, puristische Art des Weinmachens. Hinter dem außergewöhnlichen Tropfen steht Eva Fricke, eine der profiliertesten Persönlichkeiten der deutschen Weinszene. Mit L’Amour de la Nature geht sie einen radikal puristischen Weg – inspiriert von den Ursprüngen des Weinmachens und geprägt vom Streben nach größtmöglicher Natürlichkeit. Der sehr niederschlagsarme Sommer 2022 ermöglichte dem Weingut einen nahezu komplett natürlichen Pflanzenschutz. Mithilfe von selbst angesetzten Tees und biodynamischen Präparaten konnte auf Herbizide, Pestizide und sogar auf viele Fungizide verzichtet werden. So entstand der bekömmliche Naturwein, ein 100 Prozent Riesling aus dem Jahrgang 2022, der ganz dem Gedanken der „Low Intervention“ folgt – ungeschönt, unfiltriert und 18 Monate auf der Feinhefe ausgebaut.