„Wann eine Weinlage zu einem Mythos wird und warum, dem wollten wir auf die Spur gehen“, erklärt Andrea Wirsching. Die Gäste – Weinliebhaber, Wegbegleiter und Vertreter der Weinbranche – verkosteten gereifte Jahrgänge Julius-Echter-Berg Großes Gewächs, begleitet von einem exquisiten Menü.
Höhepunkt des Festabends war eine 1969er Trockenbeerenauslese aus der Schatzkammer. Die Weine wurden von Persönlichkeiten vorgestellt, die bis heute eng mit Wirsching verbunden sind. „Ihre Geschichten zusammen mit den großen Weinen haben den Abend zu etwas ganz Besonderem gemacht“, schwärmt Andrea Wirsching.
Die Lage „Julius-Echter-Berg“ gehört zu Deutschlands Spitzenlagen. Vor etwa 100 Jahren erhielt sie ihren Namen. „Mein Großvater Hans Wirsching war damals Vorsitzender des Iphöfer Weinbauvereins und treibende Kraft hinter der Namensgebung“, erklärt Andrea Wirsching. Vorher hieß die Lage nur „Iphöfer Berg“.
Drei Generationen: Geschäftsführerin Andrea Wirsching zusammen mit ihrem Vater Dr. Heinrich Wirsching, dahinter das Bild von Großvater Hans Wirsching (Foto: Florian Generotzky)
Schon seit 1200 Jahren wird an diesem Steilhang Wein angebaut, denn damals wie heute sind die Gegebenheiten dort einzigartig. Der Julius-Echter-Berg, nach Süden ausgerichtet, ist die heißeste Lage Frankens und daher in seiner Geschichte auch die berühmteste. Der mineralische Keuperboden wird dort von Schilfsandsteinschichten durchzogen.
Der Name „Julius-Echter-Berg“ geht auf Julius Echter von Mespelbrunn zurück. Er war von 1573 bis 1617 Würzburger Fürstbischof und Herzog von Franken. Er prägte die Region als Bauherr, Verfechter der Gegenreformation und gründete die Universität Würzburg und das Juliusspital.

