WEIN
05. März 2009

Weingut Robert Weil: Der Jahrgang 2008

Wilhelm Weil präsentierte bei Wein & Glas in alter Tradition seinen Jahrgang 2008: Eine gelungene Kollektion, bis auf die restsüßen Weine deutlich besser als 2007

Im Probierraum des Berliner Weinhändlers Wein & Glas drängten sich die Verkoster um die Flaschen, natürlich alles Fassproben. Der Sommer 2008 ist als "normal" in Erinnerung, die Jahres-Temperaturen lagen aber deutlich über dem langjährigen Mittel.

 

1 Riesling Kabinett trocken: würzig, angenehme Aromenfülle, kein Säuerling, 85-87

2 Riesling tr: Wow, das Verkaufs-Flaggschiff kommt mit gelben Früchten und schöner, kraftvoller Mineralität daher, ein geschliffener Stoff mit Druck am Gaumen 90

3 Klosterberg, Riesling tr: gelbe Frucht, mineralisch, individuell, 88-89

4 Turmberg, Riesling tr: mineralisch, eigene Bitternote, Citrus und Limone 88-89+

5 Gräfenberg, Riesling tr: weiche Frucht, klar, Grapefruit, 88-89+

 

6 Riesling Kabinett: gelbe Frucht, elegante Süße, 85-87

7 Turmberg Spätlese: Mango, süße Bitterkeit, 88-89

8 Gräfenberg Spätlese: etwas feiner und tänzerischer 89-90+

9 Turmberg Auslese: tolles Säurespiel, filigran und trotzdem lang, 92-93+

10 Gräfenberg Auslese: voll, gelbe Frucht, kraftvoll, 92-93

11 Gräfenberg Beerenauslese: dunkle Würze, Datteln, Karamell, Kraft, 93-95

12 Gräfenberg Trockenbeerenauslese: fein, klar, lang, sehr lang, 94-96

 

Wilhelm Weil versteht seine drei Kiedricher Lagenweine Klosterberg, Turmberg und Gräfenberg (Berglagen mit kargen Böden) im Rang eines Premier Crus und verzichtet bei diesen auf die Prädikatsbezeichnungen. Die Spitze im trockenen Bereich stellt nach wie vor das Erste Gewächs dar, welches Anfang September auf den Markt kommt.

Dieser Chateau- und Lagen-Gedanke ist der richtige Weg. Hoffentlich schließen sich noch andere an. Nicht nur im Rheingau.

Grüße, Niko

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