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05. August 2015

Deutsches Weinmarketing Weinkönigin mit neuer Krone

Fotos: DWI

Das Deutsche Weininstitut (DWI) hat nach 15 Jahren neue Kronen für die Deutsche Weinkönigin und die Deutschen Weinprinzessinnen anfertigen lassen.

„Nachdem wir unseren Außenauftritt im vergangenen Jahr neu gestaltet haben, sollten auch die Kronen der Deutschen Weinmajestäten unserer neues Traubenlogo tragen. Schließlich ist die Krone das Erkennungsmerkmal dieser vielbeachteten Wein­botschafterinnen“, erklärt DWI-Geschäftsführerin Monika Reule.

Deutsche Weinkönigin Janina Huhn und die beiden Weinprinzessinnen Judith Dorst sowie Kathrin Schnitzius 2015

Die neuen Kronen muten filigran und leicht an und entsprechen dennoch den hohen Anforderungen, denen sie alljährlich auf über 300 Terminen im In- und Ausland ausgesetzt sind. Neben dem stilisierten Traubenlogo, das mit seinen 13 Beeren die geografische Lage der deutschen Qualitätsweinregionen symbolisiert, stehen bei der Krone der Deutschen Weinkönigin 13 kleine Edelsteine aus rotem Granat und grünem Turmalin in der Krone für die 13 Anbaugebiete. Die Prinzessinnenkronen zieren vier weiße Bergkristalle.

Die nunmehr 6. Generation der Königinnenkrone wiegt rund 90 Gramm, hat einen Durchmesser von rund 17 Zentimetern und ist sechs Zentimeter hoch. Die Weinprinzessinnenkronen sind etwas niedriger und leichter. Die Kronen wurden aus 925er Silber gegossen, zum Schutz mit Rhodium beschichtet und mit einer 0,02 Millimeter starken Goldschicht überzogen.

Entworfen hat die Kronen die Goldschmiede Aurelia in Bad Kreuznach. Dort wurden die Skizzen in Computermodelle übertragen, aus denen per 3D-Druck im Polymerverfahren die ersten Rohlinge entstanden. Das „Making-of“ der Krone hat das DWI in einem Video auf deutscheweine.de dokumentiert. Vom Entwurf bis zur Fertigstellung der Einzelstücke vergingen rund fünf Monate.

Die amtierende Deutsche Weinkönigin Janina Huhn und die beiden Weinprinzessinnen Judith Dorst sowie Kathrin Schnitzius sind von den neuen Kronen begeistert. Sie dürfen sie noch bis zum Ende ihrer Amtszeit tragen, bevor sie am 25. September im Saalbau von Neustadt an der Weinstraße mit ihnen ihre Nachfolgerinnen krönen.

Wenn man «einen in der Krone» hat

Die Deutsche Weinkönigin bekommt eine neue Krone, darf trotz weinseliger Fröhlichkeit aber keinen «in der Krone haben». Woher kommt diese Redensart für betrunken sein?

Das Wort Krone (vom griechischen «koronos» = gekrümmt und dem lateinischen «corona» = Kranz) ist auch ein scherzhaftes Synonym für «Kopf». Man hat also «einen in der Krone», wenn man sich viel Wein in den Kopf gegossen hat. In einigen Gegenden steigt Alkohol demzufolge auch nicht zu Kopf, sondern umgangssprachlich «in die Krone».

Ins Reich der Legenden gehört dagegen die Geschichte, ein Marquis de Marmelade habe einst den französischen Sonnenkönig Ludwig XIV. (1638-1715) um ein Glas Calvados gebeten. Als der verärgerte Monarch konterte, ob er den normannischen Apfelbrand aus dem Ärmel schütteln solle, habe der Marquis erwidert, vielleicht habe Majestät ja «einen in der Krone». Ob bei dieser Krönung an Frechheit Ludwig XIV. ein Zacken aus der Krone brach, ist nicht überliefert. GW/dpa