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02. Januar 2009

Weinmarkt Österreich trotzt Wirtschaftskrise

Trotz des turbulenten Wirtschaftsjahres blickt das Österreichische Weinmarketing (ÖWM) auf ein erfolgreiches Jahr 2008 zurück und erwartet neue Rekordergebnisse

Bisher deuten alle Indikatoren darauf hin, dass der erst 2007 aufgestellte Exportrekord bereits 2008 wieder übertroffen werden wird. Die Berechnungen für 2008 prognostizieren weitere Steigerungen sowohl bei der Exportmenge als auch beim Exporterlös.

So geht die Österreichische Weinmarketinggesellschaft für das Jahr 2008 von einer Gesamtmenge von 60 Mio. Liter (+6,9%) zu einem Gesamtwert von 113 Mio. Euro (+8,5%) aus. Beim Export von Flaschenweinen, der wertmäßig bereits mit 87% der Gesamtausfuhren zu Buche schlägt, liegen die Steigerungen sogar noch höher. "Unser erklärtes Ziel ist, die Flaschenweinexporte noch weiter zu forcieren", erklärt Willi Klinger, Geschäftsführer der ÖWM.

Die wertmäßig wichtigsten Handelspartner am Gesamtexport stellen dabei Deutschland (57%), Schweiz (12%) und die USA (7%) dar. Aber auch in diesen Ländern sieht die ÖWM durchaus noch Wachstumspotenzial. Sehr erfreulich ist auch die Situation in Großbritannien und Skandinavien, wo in den vergangenen Jahren hohe Exportzuwachsraten verzeichnet werden konnten. Darüber hinaus ermöglicht die neue EU-Absatzförderung für Drittländer jetzt auch die für die gesamte europäische Weinwirtschaft dringend notwendige Erschließung von bisher weniger im Fokus stehenden Ländern. "Die Bearbeitung von Ländern wie Russland oder des gesamten asiatischen Bereichs war aufgrund des notwendigen finanziellen Aufwandes nur schwer möglich. Mit den neuen Förderungen hat die EU einen wichtigen Schritt gesetzt, um Exporte in diese Zukunftsmärkte mit steigendem Weinkonsum aufbauen zu können", erklärt Klinger.

Auch die Marktanteile für Wein aus Österreich im Inland wurden entgegen allen Erwartungen gefestigt und teilweise sogar erhöht. In der Gastronomie, welche weiterhin der wichtigste Absatzmittler bleibt, beträgt der Marktanteil für heimischen Wein mehr als 80%. Beim Heimkonsum zeigt sich, dass in einem mengenmäßig leicht schrumpfenden Gesamtmarkt (in- und ausländischer Wein) der heimische Wein seinen Marktanteil von 73% (2006) auf 75% (2008) ausbauen konnte.

Generell setzt sich der Trend zum Weißwein weiterhin fort, der Rotweinabsatz bleibt eher konstant. Innerhalb des Rotweinsegmentes konnten jedoch heimische Rotweine Zugewinne zulasten internationaler Weine verbuchen.