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23. Oktober 2015

Winzersekt Deutschlands beste Sekte

Das Deutsche Weininstitut (DWI) zeichnet beste Winzersekte aus.

Die Deutschen sind Weltmeister im Sekt trinken. Sie haben im vergangenen Jahr 305 Millionen Liter Sekt konsumiert, was einem Pro-Kopf-Verbrauch von 3,9 Litern bzw. rund fünf Sektflaschen pro Jahr entspricht. Mit 8,5 Millionen Litern machen Qualitätsschaumweine, die die amtliche Qualitäts­prüfung durchlaufen haben, allerdings nur zwei Prozent der Gesamtmenge aus.

Um das Augenmerk der Verbraucher stärker auf die handwerklich hergestellten Sekte zu lenken, zeichnet das Deutsche Weininstitut (DWI) in diesem Jahr erstmals die besten Winzersekte der DLG-Bundeswein­prämierung mit einem Sonderpreis aus.

DWI-Winzersekt-Sonderpreis: Monika Reule, Petra Escher, Stefan Erbeldinger, Horst Stengel, Weinkönigin Josefine Schlumberger

Den Preis für den besten Riesling-Winzersekt des Jahres erhielt das rheinhessische Weingut Erbeldinger aus Bechtheim für seinen Riesling-Sekt trocken. Der 2013er Chardonnay Sekt brut vom Weingut Escher in Gau Bischofsheim in Rheinhessen wurde als Gewinner aus der Gruppe der Burgundersekte ausgezeichnet. Die Wein- und Sektkellerei Stengel aus Weinsberg-Gellmersbach in Württemberg stellte mit dem 2013er Muskat-Trollinger Rosé Sekt trocken aus der Lage Gellmersbacher Dezberg den besten Rosésekt des Wettbewerbs.

Die Urkunden wurden am 22. Oktober in Mainz durch die neue Deutsche Weinkönigin Josefine Schlumberger an die Preisträger überreicht.

Eine Jury aus Weinexperten und Medienvertetern hatte zuvor die Sieger aus einer Auswahl der jeweils besten Sekte der einzelnen Kategorien des DLG-Wettbewerbs gekürt. Insgesamt hatten in diesem Jahr rund 300 Sekte, darunter 90 von der Sorte Riesling, 79 Burgundersekte und 57 Rosésekte an der Bundesweinprämierung teilgenommen.

"Zur Herstellung eines Winzersektes muss der Erzeuger besonders hohe Qualitätsstandards einhalten", betonte DWI-Geschäftsführerin Monika Reule im Rahmen der Preisverleihung. Für Winzersekte dürfen nur Trauben aus den eigenen Weinbergen verwendet werden. Das gibt ihnen die persönliche Note. Außerdem müssen alle Winzersekte nach der traditionellen Flaschengärmethode hergestellt werden. Dabei findet die zweite Gärung in der einzelnen Flasche statt. Winzersekt reift mindestens neun Monate, manchmal Jahre, auf seiner Hefe im kühlen Keller. So erhält die Kohlensäure viel Zeit sich mit dem Wein zu verbinden, weshalb Winzersekte im Glas sehr lang und fein moussieren.

Monika Reule erläuterte weiterhin, dass im Jahr 2014 rund die Hälfte aller qualitätsgeprüften Sekte in Deutschland aus der Sorte Riesling bereitet wurden. Zudem hätten die Burgundersekte mit einem weiteren Drittel ebenfalls einen großen Anteil an der heimischen Qualitätsschaumwein­erzeugung. Mit 22.000 Hektolitern werden die meisten Sekte in Baden qualitätsgeprüft, gefolgt von der Pfalz (16.791 hl) und Württemberg (12.175 hl).

Das Gros der hierzulande produzierten und konsumierten Sekte wird allerdings aus internationalen Weinen hergestellt. Schaumweine aus heimischen Grundweinen sind als Deutscher Sekt auf dem Etikett gekennzeichnet.