Reise
17. Februar 2018

WOW in Wien Kunstschatz im Leopold-Museum

Die österreichische Milliardärin Heidi Goëss-Horten stellt wesentliche Teile ihre bedeutenden Kunstsammlung erstmals öffentlich aus.

Rund 170 Gemälde und Skulpturen sind bis zum 29. Juli unter dem Titel «WOW! - The Heidi Horten Collection» im Wiener Leopold Museum zu sehen. Zu den ausgestellten 75 Künstlern zählen Pablo Picasso, Henri Matisse, Lucian Freud, Francis Bacon, Paul Klee, Egon Schiele, Gustav Klimt, Gerhard Richter, Damien Hirst und Andy Warhol.

Eine «außergewöhnliche Privatsammlung» ermögliche nun einen Gang durch die Kunstgeschichte der vergangenen 110 Jahre, meinte der Direktor des Leopold Museums, Hans-Peter Wipplinger. Goëss-Horten ist als Witwe des deutschen «Kaufhaus-Königs» Helmut Horten eine der reichsten Frauen der Welt.

Ein Schwerpunkt der Schau liegt auf den deutschen Expressionisten. Max Pechstein («Gelbe Maske II»/1910), Emil Nolde («Anna Wieds Garten»/1907), Ernst Ludwig Kirchner («Rote Akte»/1912) und August Macke («Zwei Frauen vor dem Hutladen»/1913) werden präsentiert.

Eines der bekanntesten Landschaftbilder des Jugendstilmalers Klimt, die «Kirche in Unterach am Attersee» von 1916, hängt unweit von Egon Schieles «Damenbildnis» von 1912, auf dem er seine Lebensgefährtin Wally Neuzil verewigte.

Ein Schwammbild von Yves Klein («RE 1»/1958) hat Goëss-Horten genauso gekauft wie Schlitzbilder des italienischen Avantgardekünstlers Lucio Fontana, der Leinwände bewusst zerschnitt. dpa

Info: Leopold Museum, Museumsplatz 1, 1070 Wien