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24. Juli 2008

Zweiländer-Wein wird teurer PR-Gag

Winzer Wolfgang Zähringer aus Heitersheim in Südbaden hat mit seinem Kollegen François Meyer aus Blienschwiller im Elsass einen Zwei-Länder-Wein gemacht. Da aber Jahrgang, Rebsorten und Herkunftsländer der Trauben aufs Etikett geschrieben wurden und ein Wein versteigert wurde, legen sich damit beide mit der Weinkontrolle an.

Da der Wein offensichtlich gegen geltendes EU-Recht verstößt, er dürfte nur als einfacher Tafelwein etikettiert sein, ermittelt nun die Staatsanwaltschaft Freiburg. Das Projekt solle die Kooperation von badischen und elsässischen Winzern fördern und aufs "absurd bürokratische EU-Weinrecht hinweisen", siehe Handakte.

Die erste deutsch-französische Cuvée "Aurum Rheni" wurde vor zwei Wochen auf einem Dampfer auf dem Rhein bei Breisach in Flaschen gefüllt, zum Bericht auf schreiberswein.

Niko meint: Eigentlich ein ganz witziger PR-Gag für Wein und Völkerverständigung. Weinkontrolle und Staatsanwaltschaft werden und müssen aber dafür sorgen, dass der Spaß teuer wird. Und da das alles sehr professionell aufgezogen war, könnte es sogar richtig teuer werden.