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18. Juni 2010

Ekelliste und Negativliste auch in Tempelhof-Schöneberg

Nach dem Pankower Vorbild soll es ab Herbst auch im Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg Listen von «Schmuddel- Restaurants» im Internet geben

Die Bezirksverordneten haben dazu Mittwochabend einen Beschluss gefasst, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Fraktion und Initiator des Antrags, Guido Pschollkowski am Freitag. Er bestätigte einen Bericht der «Berliner Morgenpost». Er hoffe, dass Verbraucher sich ab Oktober auf den Internetseiten des Bezirksamtes über die hygienischen Zustände in Lebensmittelbetrieben informieren können.

Eine berlinweite Lösung sei bislang nicht in Sicht, sagte Pschollkowski. Das Verbraucherinformationsgesetz als rechtliche Grundlage gebe es seit 2008. «Worauf wollen wir noch warten?», fragte Pschollkowski. Das Pankower Modell halte er für erfolgreich. Von 39 negativen Einträgen stünden jetzt nur noch 13 Restaurants auf der sogenannten Ekelliste.

Laut «Morgenpost» gibt es in Tempelhof-Schöneberg rund 1900 Lebensmittelbetriebe, für die acht Kontrolleure zuständig sind. Bezirksstadtrat Oliver Schworck (SPD) sieht demnach keinen Mehraufwand für eine Internet-Liste, da sie sich aus Informationen der routinemäßigen Kontrollen speise. dpa