Honza Klein unterwegs
03. November 2014

Aufhorcher Geschichten Das Aigner und die 45

Fotos Honza Klein

Drei Jubiläen in Berlin von Herbert Beltle und eine Liebeserklärung: 25 Jahre Altes Zollhaus, 15 Jahre Aigner und 5 Jahre Weingrün = 45

Als Herbert Beltle vor 25 Jahren sein Altes Zollhaus in Kreuzberg eröffnete, ahnte er wohl selbst noch nicht, dass er ein Vierteljahrhundert später einer der besten Gastronomen der Stadt sein wird. Kurz vor dem Mauerfall zog er in das gemütliche Restaurant am Landwehrkanal.

Später saßen dort Helmut Kohl, Angela Merkel und auch Gerhard Schröder und labten sich an Beltles legendärer Bauernente. Klaus Woweit feierte Geburtstag im Zollhaus.

Mit der Maueröffnung kam für den Augsburger dann auch die Chance, den Osten zu erobern. So war er einer der ersten, die am Gendarmenmarkt den neuen Run auf die Mitte mitgestalteten. Das ist nun 15 Jahre her und die drei genannten Kanzler hielten und halten ihm auch hier die Treue und sitzen gern im Aigner.

Vielleicht einem der weltstädtischsten Restaurants Berlins. Den Politikern gefällt die Küchenkunst der Mannschaft um Chefkoch Andreas Klitsch so gut, dass er oft direkt im Kanzleramt kochen muss.

An diesem Sonntagnachmittag indes bereitete Klitsch ein Geburtstagsmenü für die gut 200 Gäste im Aigner. Darunter Marco Müller vom Rutz, Weinhändler Martin Hartweg (extra aus dem Piemont gekommen), Walter und Anne Momper, Stefan und Carola Athmann und auch Hans Peter Wodarz, der gerade wieder in die Palazzo-Ssaison startet.

 

Jedoch hatte Beltle noch ein weiteres Jubiläum. Schließlich war vom 45. Geburtstag die Rede. Vor fünf Jahren kam zum Unternehmen Beltle noch das Weingrün an der Leipziger Straße hinzu. Nun ja, wer weiß, was Herbert Beltle als nächstes noch einfällt.

Seinen eigenen Wein hat er ja nun auch seit einigen Jahren. Da würde doch eine eigene Weinbar passen. Aber vielleicht wartet er damit noch ein wenig bis Simon groß genug ist und den Laden übernehmen kann.

Denn der kleine Simon lebt in Kallstadt wo Beltle seine Weine herstellt und ist der Freund seiner kleiner Tochter. "Ich habe einen Freund", wollte sie unbedingt allen per Mikrofon mitteilen. Um die Nachfolge muss sich der Gastronom also keine Sorgen machen. Aber bis dahin wird er sicher selbst noch einige Akzente in der Berliner Gastroszene setzen.

Herzlichen Glückwunsch!

Bin dann mal wieder unterwegs