06. Juni 2013

Brandenburger Landpartie wirbt um Berliner

Foto www.brandenburger-landpartie.de

Brandenburg verspricht Weite, Natur und Urtümlichkeit. Genau darauf setzt das Land am Wochenende: Die 19. Landpartie soll vor allem die Berliner in die Regionen locken.

Frischer Spargel, Rote Beete, Spreewaldgurken und Selbstgeschlachtetes: Mehr als 250 landwirtschaftliche Betriebe wollen an diesem Wochenende auch mit regionalen Produkten für Brandenburg werben.

Die 19. Landpartie solle vor allem naturhungrigen Berlinern Lust auf Ausflüge machen, sagte Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD) am Mittwoch in Potsdam. Die Städter sollen sich ein Bild machen können vom Wandel in den brandenburgischen Dörfern.

Passend zu den zahlreichen Angeboten regionaler Produkte ist in diesem Jahr erstmals auch die Slow-Food vertreten. Am Sonntag (9. Juni) kochten Märkische Aktivisten auf einem Biohof bei Rietz-Neuendorf (Landkreis Oder-Spree), sagte Landpartie-Organisatorin Stefanie Patron.

Die Slow Food-Bewegung steht als Gegenstück zum Fast Food für bewusstes Essen und setzt auf das traditionelle Lebensmittelhandwerk, artgerechte Viehzucht und eine verantwortliche Landwirtschaft.

Ziel der traditionellen Landpartie sei auch, mehr junge Leute für landwirtschaftliche Berufe zu begeistern, sagte Vogelsänger. Der Minister eröffnet die Landpartie am Samstag (11.00 Uhr) auf dem Hof der Agrargenossenschaft Unterspreewald in Dürrenhofe (Kreis Dahme-Spreewald). Die Brandenburger Landpartei findet traditionell am ersten Juni-Wochenende statt.

Insgesamt sind 257 Bauernhöfe und Agrarbetriebe, Fischer, Gärtner, Forstbetriebe und Reiterhöfe dabei. Die Landesregierung unterstützt das Fest mit insgesamt 68.000 Euro. Die Landpartie-Organisatoren, der Verband pro agro, rechnet mit rund 100.000 Besuchern landesweit. pro agro