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03. Mai 2018

Brömserburg in Rüdesheim Bürgerkonsortium erhält Zuschlag

Brömserburg in Rüdesheim | Bürgerkonsortium erhält Zuschlag, Foto: Anne Landwehr

Nachdem die Stadt Rüdesheim am Rhein dem Konzept des Bürgerkonsortiums zur Nutzung der Brömserburg den Zuschlag gegeben hat, steht einer zeitgemäßen Wiederbelebung der über 1.000 Jahre alten Burg nichts mehr im Weg.

Die zukünftigen Betreiber wollen der Burg ihre Strahlkraft zurückzugeben und sie mit neuen Ideen und neuer Technologie wieder zu einem Highlight für Touristen und Einheimische machen. Dabei wird Wert auf Authentizität gelegt. Die Burg soll dort abgeholt werden, wo sie steht und mit Hilfe modernster Technologie (Virtual Reality) in die nächste Dekade geführt werden. Auf diese Weise soll die Jahrhunderte alte Geschichte der Burg mit Mitteln des 21. Jahrhundert für Groß und Klein erlebbar gemacht werden. Im Außenbereich der Burg soll für das leibliche Wohl der Besucher gesorgt werden. Ein Museums-Shop auf dem Burggelände soll auch das bieten, was Rüdesheim am Rhein und den Rheingau ausmacht.

Brömserburg in Rüdesheim | Bürgerkonsortium erhält Zuschlag, Foto: Anne Landwehr

Seit über 1.000 Jahren gehört sie zu Rüdesheim wie der Rhein und die Reben. Schon in der Romantik hat sie unzählige Persönlichkeiten angezogen. Ob Literaten wie Johann Wolfgang v. Goethe, Heinrich Heine, Clemens v. Brentano, Musikgenies wie Felix Mendelssohn-Bartholdy oder Niccolò Paganini, Berühmtheiten aus Politik und Society - sie alle waren in der Brömserburg und haben sich von ihr verzaubern lassen. Jetzt soll ihr vom Rheingauer Bürgerkonsortium, mit dem Ziel, die Burg zu einer der faszinierendsten Attraktionen im Rheingau zu machen, neues Leben eingehaucht werden.

Multimediales Museumskonzept für alle Altersgruppen

Im Vordergrund der Wiederbelebungsstrategie der Burg steht ein kulturell motiviertes Konzept, das sich an der reichen Geschichte der Burg orientiert. Ob es sich um Geschichten rund um das Rittertum, die Rheinromantik, prominente Besucher oder den Wein handelt, all' das soll mit Hilfe von Virtual Reality und an Hand ausgewählter Exponate zu neuem Leben erweckt werden.

Ausgerüstet mit Smartphone, Museums-APP und 3-D-Brille sollen die Museumsbesucher in längst vergangene Zeiten versetzt werden. So können sie am Leben der Ritter teilnehmen, Goethe am Schreitisch über die Schulter schauen oder mit den Rheinromantikern durch die Burg wandeln. Reale Ausstellungsstücke aus dem reichen Fundus des Museums sollen für den besonderen Kick sorgen. Dank wechselnder Themenschwerpunkte und Ausstellungen soll die Attraktivität der Burg dauerhaft gesichert werden. Die Themenauswahl soll dabei immer eng mit der Geschichte der Burg verbunden sein.

In drei Phasen zum erfolgreichen Museumsbetrieb

Das Konzept sieht vor, aufgrund der Komplexität des Projektes die Wiederbelebung der Burg in drei Phasen zu realisieren. Phase I soll bereits in 2018 starten und bis ins Jahr 2019 hinein reichen. Sie soll die Grundsanierung der Neben- und Außenanlagen der Burg beinhalten. Dazu gehören die Einrichtung moderner Wirtschafts- und Sanitäranlagen und die wetterfeste Etablierung von Sitzplätzen, um kleine Köstlichkeiten aus der Region genießen zu können. Der Burgpark soll auch Raum bieten für kulturelle Veranstaltungen. Motto Phase I: "Es tut sich was rund um die Burg".

In Phase II soll in 2019 die Grundinstandsetzung des Erdgeschosses, des Innenhofs der Burg und der angrenzenden Räumlichkeiten erfolgen. Parallel dazu soll der Museumsbetrieb mit Hilfe von Virtual Reality wieder aufgenommen werden. Motto Phase II: "Die Burg erwacht".

Unter dem Motto "Die Burg lebt" soll im Jahr 2020 Phase III eingeleitet werden. Der Museumsbetrieb soll dann auf weitere Geschosse der Burg ausgedehnt werden und damit seinen vollen Umfang erreichen.