HOTELS
16. Juli 2013

Hotel Bühlerhöhe: Investor legt Finanzierungskonzept vor

Der ukrainische Eigentümer des Schlosshotels Bühlerhöhe hat ein Finanzierungskonzept vorgelegt, um seine Schulden für das frühere Luxushotel zu bezahlen

Der ukrainische Eigentümer des Schlosshotels Bühlerhöhe will seine Millionen-Schulden nach dem Kauf des Luxushotels zügig begleichen. Ein entsprechendes Finanzierungskonzept habe der Geschäftsmann vorgelegt, sagte ein Sprecher des Insolvenzverwalters Ferdinand Kießner am Dienstag. «Igor Bakai hat definitiv ein ernsthaftes Interesse, dass das Hotel in seinem Besitz bleibt.» Man gehe fest davon aus, dass Bakai die restlichen 14,5 Millionen Euro bezahlen werde.

Diese Summe schuldet Bakai dem Vor-Eigentümer Dietmar Hopp noch. Der SAP-Gründer hatte das Haus 2010 für 32,5 Millionen an den ukrainischen Geschäftsmann verkauft. Als Bakai die letzte Tranche nicht zahlte und auch Unterhaltskosten wie Stromrechnungen schuldig blieb, stellten zwei Firmen des SAP-Gründers Insolvenzantrag gegen die Gesellschaft des Ukrainers.

Die Zukunft des Traditionshauses ist indes weiterhin offen. Das ehemalige Fünf-Sterne-Hotel mit 90 Zimmern und einer großartigen Sicht über die Rheinebene steht seit drei Jahren leer. Ob und wann es wiedereröffnet wird, steht in den Sternen. Momentan ist - wie im vergangenen Jahr - die Kaffeeterrasse geöffnet.

«Es gibt natürlich Pläne, wie das Hotel künftig aussehen könnte. Bisher steht aber nicht definitiv fest, wann und wie es weitergeht», sagte Hoteldirektor Reto Schumacher. Er sei aber überzeugt, dass die Luxusherberge in absehbarer Zeit wieder eröffnet werden könnte. Bakai und seine Gesellschaft waren für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Mit dem vorläufigen Insolvenzverfahren hatte Hauptgläubiger Hopp die Notbremse gezogen, nachdem in der Bühlerhöhe wegen unbezahlter Rechnungen kurzfristig sogar der Strom abgestellt worden war. Bakai habe nun überzeugende Sicherheiten vorgelegt, sagte der Sprecher weiter.

In einem Gespräch am Montag war vereinbart worden, dass die restliche Kaufsumme innerhalb weniger Monate fließen solle. Details dazu wurden nicht mitgeteilt. Wenn Bakai wie vereinbart zahlt, wird das Insolvenzverfahren eingestellt. dpa