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18. November 2013

Hotel Ritz-Carlton Wolfsburg neu gestaltet

Fotos: Ritz-Carlton Wolfsburg

The Ritz-Carlton in der Autostadt in Wolfsburg erstrahlt im neuen Design

Das Hotel The Ritz-Carlton in der Autostadt in Wolfsburg hat nach dreizehn Jahren Hotelbetrieb ein komplett neues Interieur erhalten. Ausgestattet von der Autostadt gemeinsam mit dem Pariser Architekten Elliott Barnes, werden Luxus und Komfort durch Geborgenheit und Wärme interpretiert.

Als erstes The Ritz-Carlton Hotel in Deutschland öffnete das Haus in der Autostadt im Jahr 2000. Die Zimmer und Suiten wurden von der französischen Designerin Andrée Putman eingerichtet, die eine puristische Handschrift mit Sinn für Atmosphäre verband. Statt dekorativen Schnörkeln und schwerem Plüsch empfing die Gäste eine zeitgemäße Adaption von Luxus. Entwickelt wurde das neue Design mit Elliott Barnes, der an der Seite von Putman bereits an der ersten Gestaltung des Hauses mitgewirkt hatte und seit 2004 ein eigenes Büro für Innenarchitektur in Paris führt.

Im Mittelpunkt des neuen Konzepts steht das Wohlfühlen des Gastes im Hotel. Wohnlichkeit und Atmosphäre werden durch ein Zusammenspiel aus Farben, Formen und Texturen inszeniert. Vor allem natürliche Materialien wie Holz, Leder, Glas und Stein treten in den Vordergrund, die eine angenehme, sinnliche Haptik mit hoher Wertigkeit vereinen.

Den Auftakt bildet die neu gestaltete Lobby, die die Parklandschaft der Autostadt ins Innere des Hotels verlängert. Ein Vorhang aus beleuchteten Glasröhren verkörpert einen abstrahierten Wald und dient als visueller Ankerpunkt. In der Raummitte unterteilt ein großer Kamin aus weißem Marmor die Lobby in intime Ruheinseln. Man fühlt sich angekommen an diesem Ort, der den Eindruck eines zugigen Wartesaals vermeidet.

Die vier Etagen des The Ritz-Carlton Wolfsburg folgen jeweils einer eigenen Farbwelt, die sich von den Fluren bis in die Zimmer und Suiten hinein überträgt. Gemeinsam mit dem Team der Autostadt konzipierte Elliott Barnes als verbindendes Thema einen imaginären Aufstieg im Gebirge. Ausgehend vom Tal (Erdgeschoss) mit warmen, erdigen Tönen, changieren die Farben in Richtung Hang (erste Etage), Gletscher (zweite Etage) und Gipfel (dritte Etage) zu immer helleren Nuancen. Den Abschluss bildet die vierte Etage als Sinnbild für die Wolken, die mit leichten, „luftigen“ Tönen einen atmosphärischen Gegenpol zum Eingangsbereich des Hauses liefert.

In den 147 Zimmern und 23 Suiten kommt ein neuentwickeltes Raum-im-Raum-Konzept zum Tragen, indem die Kopfenden der Betten sowie die gegenüberliegenden Sofas mit lederbespannten Highboards umrahmt werden. Wie zwei Klammern treten sie mit sanft abgerundeten Ecken aus der Wand hervor und lassen das Interieur im Sitzen und Liegen intimer erscheinen. Der große Schreibtisch, der im Einrichtungskonzept von Andrée Putman den Raum dominierte, wurde durch einen ovalen, multifunktionalen Tisch ersetzt. Als kommunikativer Mittelpunkt des Zuhauses auf Zeit kann dieser zum Besprechen, Arbeiten und Essen gleichermaßen genutzt werden.

Auf der vierten Etage ist im The Ritz-Carlton ein neues Club Level entstanden. Gäste genießen hier u. a. einen persönlichen Concierge-Service mit separatem Check-in und Zugang zur „Club Lounge“ mit einem wechselnden Speisen-Angebot über den gesamten Tag. Bequeme Lounge-Sessel, Sofas sowie eine Bibliothek mit Kamin unterstreichen den Wohnzimmercharakter der „Club Lounge“, die als räumliche Erweiterung der Zimmer und Suiten der vierten Etage dient. Für persönliche Gespräche oder Meetings stehen hier ebenfalls Besprechungsräume zur Verfügung.

Atmosphärisch zeigt sich ebenso die Weiterentwicklung der gastronomischen Bereiche. Die Newmans Bar im Erdgeschoss entführt in einen ovalen Raum, der von cognacfarbenen Glasröhren umrundet wird. Im Zusammenspiel mit metallenen Vorhängen entstehen im Hauptraum private Rückzugsinseln, während mit Papyrusblättern tapezierten Wände in der angrenzenden Raucher-Lounge auf Anhieb Wärme spenden.

Auch das mehrfach ausgezeichnete Gourmet-Restaurant Aqua hat ein neues Interieur erhalten. Ein zusätzlich eingesetztes Fenster öffnet den Innenraum fast vollständig zu einem privaten Garten, der mit einer großen Wasserschale ruhige Zen-Atmosphäre schafft.