14. Juli 2011

Kräuterpflanzen richtig ernten

Blätter oder ganzer Trieb bei Basilikum, Rosmarin und Petersilie

Kräuter muss man richtig ernten, damit die Pflanzen lange nachwachsen. Bei der Ernte von mehrjährigen Kräutern dürfen Wurzelspitzen, Knospen und Triebspitzen nicht beschädigen werden, erläutert der Gartenbautechniker und Kräuterexperte Engelbert Kötter aus Walldürn-Rippberg. Sonst könnte die Pflanze nicht weiterwachsen. Bei Einjährigen lohnt sich häufig hingegen, die ganze Pflanze abzuernten.

Der Erntezeitpunkt variiert ebenso: «Einjährige Kräuter können, sobald sie halbwegs erntefähige Blätter entwickelt haben, geerntet werden», sagt Kötter. Der Buchautor gibt Erntetipps zu den wichtigsten Küchenkräutern:

Basilikum (einjährig): Bei Basilikum sollten nicht nur einzelne Blätter, sondern ganze Triebe geerntet werden. So können kleinere Triebe leichter nachkommen. Der beste Zeitpunkt ist vor der Blüte.

Petersilie (mehrjährig): Petersilie schneidet man nah am Boden, am besten vor dem Austreiben des Blütenstängels.

Rosmarin (mehrjährig): Rosmarin wird das ganze Jahr genutzt. Damit er stets gut nachwächst, sollten immer ganze Triebe geerntet werden.

Schnittlauch (mehrjährig): Seine dünnen Röhrenblätter sollte man etwa zwei bis drei Zentimeter über der Erde abschneiden.

Dill (einjährig): Der Dill wird bodennah geschnitten - bis zur Blüte, denn danach verlieren die Spitzen an Aroma und werden hart.

Minze (mehrjährig): Bei Minzen lohnt sich eine komplette Ernte, wenn die Knospen schießen. So können sie im Herbst neu austreiben.

Salbei (mehrjährig): Die Triebspitze des Salbei kann man mit einem Messer ernten. Er gilt als winterhart.

Estragon (mehrjährig): Bei Estragon erntet man wahlweise ganze Triebe oder Blätter kurz vor der Blüte. Das Abschneiden der Blätter regt das Wachstum der Pflanze sogar an.

Kerbel (einjährig): Das würzig-süße Kraut kann als ganzes geerntet werden, da es sich um eine einjährige Pflanze handelt. dpa

Zur Kolumne Grün & Wild

Das große GU Praxishandbuch Kräuter