03. Mai 2013

Mainzer Weinbörse in der Bilanz

Absatz der VDP-Weingüter auf 34 Millionen Flaschen gesteigert - Umsatzvolumen von 290 Millionen Euro - 3200 Fachleute aus Handel und Gastronomie - Hilke Nagel verabschiedet

Einen großen Erfolg konnte die 40. Mainzer Weinbörse im Jubiläumsjahr verzeichnen. Rund 3200 Fachleute aus Handel und Gastronomie nutzten die Schlüsselmesse für Riesling, um sich am Markt deutscher Spitzenweine zu orientieren. Aus dem Ausland waren besonders stark Fachbesucher aus Skandinavien und Benelux vertreten, aber auch aus den USA kamen etliche Händler, Sommeliers und Pressevertreter.

Rund 1500 Weine von 175 Weingütern wurden verkostet und beurteilt, darunter dominierten Weißweine mit über 1100 Flaschen. Nicht nur die Bundesbürger bevorzugen derzeit zunehmend trockene Weine auch das Ausland ordert verstärkt diese Geschmacksrichtung. Auf der Mainzer Weinbörse machte der Anteil trockener Weine 67 Prozent aus, der von halbtrockenen/feinherben Weinen 16 Prozent.

Anlässlich der Eröffnung der Weinbörse wurde Hilke Nagel offiziell als Geschäftsführerin und Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des VDP verabschiedet und mit der goldenen Ehrennadel des Verbands ausgezeichnet. Das Wirken von Hilke Nagel in der Geschäftsstelle des VDP ist untrennbar mit dem Erfolg der Prädikatsweingüter der letzten 20 Jahre verbunden..

Die VDP-Weingüter blicken auf ein erfolgreiches Wirtschaftsjahr 2012 zurück

Die Weine des Jahrgangs 2011 brachten hervorragende Qualitäten hervor und auch der Ernte-Ertrag im letzten Jahr erfüllte die Erwartungen der 202 Prädikatsweingüter. Der Absatz der VDP-Weingüter im Jahr 2012 konnte um ca. 2 Mio. Flaschen (0,75 l) zum Vorjahr auf ca. 34 Mio. gesteigert werden. In den Kellern der Prädikatsweingüter reifte im letzten Jahr ein Spitzenjahrgang mit einer moderaten Säure, hoher Mineralität und Dichte heran.

Nach dem mengenmäßig kleinen Jahrgang 2010 konnten die Winzer im Herbst 2011 aufatmen. Im Durchschnitt erwirtschafteten sie 53 hl/ha und erzielten damit 10 hl/ha mehr als beim mengenmäßig kleinen Jahrgang 2010. Für das Wirtschaftsjahr 2012 bedeutete der höhere Ernte-Ertrag, dass die große Nachfrage nach Weinen der VDP-Güter besser erfüllt werden konnte als das Jahr zuvor.

Über das Jahr 2012 hinweg lag der Absatz bei ca. 34 Mio. Flaschen und brachte insgesamt ein Umsatzvolumen von ca. 290 Mio. Euro ein, 7,4 Prozent mehr als im Vorjahr und erreichte damit wieder das Umsatzniveau der Jahre zuvor. Der Flaschenpreis blieb im Durchschnitt auf dem Niveau der letzten Jahre.

Für den VDP.GUTSWEIN-Bereich konnte im Durchschnitt ein Flaschenpreis von ca. 8,20 Euro erzielt werden. Das mittlere Segment um den VDP.ORTSWEIN lag bei ca. 12,50 Euro und stieg um ca. 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Diese leichte Erhöhung bildet die qualitative Aufwertung dieser Weine ab. Im Premiumsegment blieben die Preise bei den VDP.GROSSEN GEWÄCHSEN bei einem Durchschnittspreis von ca. 28 Euro konstant.

Der Anteil der Lagen an dem Gesamtabsatz entspricht der Klassifizierungspyramide, wie sie seit dem Beschluss von Neustadt 2012 eingeführt worden ist. Das grundsolide Fundament der Prädikatsweingüter bilden mit ca. 45 Prozent die VDP.GUTSWEINE und VDP.ORTSWEINE mit ca. 35 Prozent.

Der Marktanteil von 20 Prozent der Qualitätsstufen VDP.ERSTE LAGE und VDP.GROSSE LAGE bestätigt eine stabile Verbraucherpräferenz bei Premiumweinen im oberen Preissegment.