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15. Juni 2014

Neue Badische Weinkönigin

Josefine Schlumberger ist neue Badische Weinkönigin

Jung, weiblich, Weinexpertin: Die Weinwirtschafts-Studentin Josefine Schlumberger aus Laufen im Markgräflerland ist 65. Badische Weinkönigin. Die 20-Jährige wurde am Samstag in Freiburg gekrönt. Sie wird den badischen Wein zwölf Monate lang im In- und Ausland repräsentieren. Ihr zur Seite stehen die beiden Weinprinzessinnen Carolin Holzmüller (25) aus Weingarten im Kraichgau und Larissa Zentner (23) aus Durbach (Ortenaukreis).

Als Weinkönigin tritt Schlumberger die Nachfolge der 26 Jahre alten Aurelia Warther aus Müllheim-Hügelheim im Markgräflerland südlich von Freiburg an. Sie war vor einem Jahr gewählt worden und musste ihre Krone nun turnusgemäß abgeben. Schlumberger hatte ihr Psychologiestudium an der Uni Konstanz im dritten Semester abgebrochen, um in Geisenheim Internationale Weinwirtschaft zu studieren.

Zur Wahl der Weinkönigin hatten sich in diesem Jahr nach Angaben der Veranstalter fünf junge Frauen beworben. Sie mussten sich von einer Jury zu Weinbau, Kellerwirtschaft, Weinrecht und Werbung befragen lassen. Das rund 30 Mitglieder zählende Gremium bestand aus Vertretern von Weinwirtschaft, Politik, Wirtschaft und Medien.

Agrarminister Alexander Bonde (Gründe) verwies dazu auf die bedeutende Rolle des Weinbaus in Baden-Württemberg. «Unsere Weine sind weit über die Region hinaus für ihre Qualität und regionale Typizität bekannt», erklärte er. Mit rund 28 000 Hektar Rebfläche stünden fast 30 Prozent aller Reben Deutschlands im Südwesten.

«Die neuen Weinhoheiten werden den badischen Wein glanzvoll, charmant und würdig vertreten», sagte der Präsident des Weinbauverbandes, Kilian Schneider. Im Zentrum dabei stehe das Werben im In- und Ausland für den Wein als Genussmittel sowie die Verbindung zwischen Wein und gutem Essen. Zudem sollen die Weinhoheiten verstärkt auf die Weinanbaugebiete als Tourismusziele aufmerksam machen. dpa

Badische Weinkönigin

Eine Badische Weinkönigin wird seit 1950 gewählt. Jedes Jahr gibt es eine neue Hoheit. Frauen, die sich bewerben, müssen aus einer Winzerfamilie stammen oder eine weinbezogene Ausbildung vorweisen. So können sie zum Beispiel gelernte Winzerinnen oder Weinküfer sein. Als Weinhoheiten sind sie ein Jahr im Amt, sie arbeiten dabei ehrenamtlich. Eine Weinkönigin ist während ihrer Amtszeit im Schnitt rund 200 Tage im Einsatz.

Ausgerichtet wird die jährliche Wahl vom Badischen Weinbauverband. Er vertritt die Interessen von rund 25 000 Winzern zwischen Bodensee und dem Gebiet Tauber-Franken. Sie verfügen über rund 15 340 Hektar Anbaufläche. Baden ist das drittgrößte von 13 Weinanbaugebieten in Deutschland - nach Rheinhessen und der Pfalz und vor Württemberg.