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19. August 2013

Neue Thüringer Weinprinzessin

Foto Mirko Schlender, Birkigt/Bad Sulza

Weinprinzessinnen müssen in Thüringen nicht aus Winzerfamilien stammen. Den Rebensaft aus der Region Bad Sulza repräsentiert die junge Naturwissenschaftlerin Sandra Warzeschka

Eine angehende Physikerin ist zur neuen Thüringer Weinprinzessin gekürt worden. Als gekrönte Vertreterin der Thüringer Winzer wird in der Saison 2013/14 Sandra Warzeschka agieren, teilte die Stadtverwaltung Bad Sulza mit. Die 24-Jährige stammt aus Kahla, studiert in Jena Physik und wohnt in Camburg (Saale-Holzland-Kreis).

Ihr Interesse für die Saale-Unstrut-Weinregion sei während ihrer Schulzeit in der Landesschule Pforta (Sachsen-Anhalt) geweckt worden. Die Liebe verbinde die brünette Frau mit der Kur- und Weinstadt Bad Sulza, in der sie ihren langjährigen Lebensgefährte kennengelernt habe.

Die Krönung der Weinprinzessin war Höhepunkt des traditionellen Bad Sulzaer Weinfestes an diesem Wochenende. Für die Nachfolge von Amtsinhaberin Jenny Meinhardt gab es nach Angaben der Stadtverwaltung nur eine Bewerberin.

In Thüringen wird auf 112 Hektar Fläche Wein angebaut. Die Flächen gehören zum Anbaugebiet Saale-Unstrut. «Wir haben eine kleine, aber feine Weinbauregion im Freistaat», erklärte Landwirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU). Die Belebung der jahrhundertealten Tradition habe auch den Tourismus in der Region angekurbelt.

1990 habe die Weinanbaufläche im Freistaat nur 13 Hektar betragen. Angebaut würden heute vor allem Weißweinsorten wie Müller-Thurgau, Kerne oder Riesling. Es gebe aber auch Rotweine aus Thüringen.

Im Anbaugebiet wird in diesem Jahr das Jubiläum der Weinstraße Saale-Unstrut zwischen Bad Sulza und Memleben (Sachsen-Anhalt) gefeiert. Die 60 Kilometer lange Route wurde vor 20 Jahren, im September 1993, eingeweiht. Bad Sulza ist seit 1994 je nach Betrachtungsweise Start- oder Endpunkt. dpa