BARS & DRINKS
01. September 2011

Pernod Ricard profitiert

Pernod Ricard profitiert vom Geschäft in Schwellenländern

Starke Nachfrage in Schwellenländern hat dem Wein- und Spirituosenhersteller Pernod Ricard im vergangenen Jahr einen Umsatz- und Gewinnsprung beschwert. Der Überschuss sei im Geschäftsjahr 2010/11 (31. August) um 10 Prozent auf 1,05 Milliarden Euro gestiegen, teilte der zweitgrößte Schnapshersteller der Welt am Donnerstag in Paris mit.

Damit verdiente Pernod Ricard zum ersten Mal mehr als eine Milliarde Euro in einem Geschäftsjahr. Der Umsatz legte um 8 Prozent auf 7,6 Milliarden Euro zu. Die Aktionäre sollen vom Gewinnsprung mit einer um 7,5 Prozent auf 1,44 Euro je Aktie erhöhten Dividende profitieren.

2010 sorgte vor allem das Geschäft in Asien und Afrika für deutliche Zuwächse - aber auch die Lage in den großen Wirtschaftsnationen wie den USA, Deutschland oder Frankreich stabilisierte sich. Kopfschmerzen bereitete die Entwicklung in den von der Schuldenkrise betroffenen Staaten Griechenland und Spanien.

So sank der Erlös in Westeuropa ohne Frankreich um zwei Prozent, der Rückgang fiel damit aber deutlich geringer aus als noch im Geschäftsjahr 2009/10. Weniger schlimm als befürchtet hätten sich das Erdbeben und der Tsunami in Japan ausgewirkt. So sei der Umsatz dort zwar im vierten Geschäftsquartal gesunken - über das Jahr gesehen legte er allerdings um drei Prozent zu.

Das 1975 aus der Fusion von Pernod und Ricard entstandene Unternehmen vertreibt unter anderem den Wodka Absolut und den Whiskey Chivas Regal. Zudem gehören die Rum-Marke Havana Club und die Gin-Sorte Beefeater zu den 32 Schnapsmarken des Konzerns. Pernod Ricard beschäftigt weltweit 18 000 Menschen in 70 Ländern. dpa