03. Mai 2012

Reise-Tipps für Polen und die EM 2012

So klappt der EM-Besuch: Restaurants, Taxis und Geldtausch

Von Eva Krafczyk

Ein paar Dinge gibt es in Polen noch zu beachten:

Grenzkontrollen: Polen ist seit 2004 EU-Mitglied und gehört mittlerweile auch der Schengenzone an. Wer während der EM die Grenze passiert, sollte für alle Fälle dennoch Pass oder Personalausweis dabei haben. Das polnische Innenministerium hat angekündigt, während der Großveranstaltung aus Sicherheitsgründen punktuell wieder Grenzkontrollen einzuführen. Sie sollen vor allem dazu beitragen, aktenkundige Hooligans mit Stadion- und Reiseverbot gleich abzuweisen - ganz normale EM-Touristen sollen so wenig wie möglich von den Kontrollen spüren.

Geldumtausch: Traveller-Checks sind nur schwer einzutauschen, für den EM-Besuch empfiehlt sich eine Mischung aus Bargeld und Kreditkarte. Mit Kredit- und Bankkarten kann auch in Polen am «Bankomat» rund um die Uhr Bargeld abgehoben werden, über die dabei fälligen Gebühren sollten sich Reisende vorher bei ihrer Bank erkundigen. Wer Bargeld tauschen will, geht in eine der zahlreichen Wechselstuben, die mit dem Schild «Kantor» ausgezeichnet sind. Es kann sich lohnen, die Wechselkurse verschiedener Anbieter zu vergleichen und dann beim günstigsten zu tauschen.

Öffentlicher Nahverkehr: Die Inhaber des Polishpass können an Spieltagen auch Bus und (Straßen-)Bahn benutzen, ansonsten empfiehlt sich der Kauf eines Tagestickets (bilet dobowy) am Kiosk oder Automaten. Ortsfremde können sich über Haltestellen und Fahrstrecken unter anderem auf der Webseite «Jakdojade.pl» orientieren, die auch als Mobil-App für alle vier polnischen EM-Städte erhältlich ist.

Mehr zu allen vier EM-Städten

Taxifahren: Wem am Flughafen schon in der Ankunftshalle der Ruf «Taxi? Taxi?» entgegenschallt, sollte bei diesem Fahrer auf gar keinen Fall einsteigen. Mit ziemlicher Sicherheit handelt es sich um ein Mitglied der berüchtigten Taximafia, die auch gerne an Bahnhöfen ahnungslose Neuankömmlinge abfängt und mit überhöhten Fahrpreisen abzockt. Taxikunden sollten darauf achten, dass außer dem Taxischild auch das Logo einer Taxigesellschaft an dem Fahrzeug angebracht ist und am Seitenfenster der Tarif zu sehen ist - beides fehlt an den Fahrzeugen der Taximafia.

Restaurants: Wer mit Leistung und Service zufrieden war, gibt ein Trinkgeld. Allerdings sollte der Kunde nicht ausgerechnet dann «dziekuje» (danke) sagen, wenn ein womöglich größerer Geldschein beim Zahlen der Rechnung übergeben wird. Das heißt nämlich in Polen, dass kein Wechselgeld erwartet wird. dpa

Und ganz wichtig für Autofahrer: Auch tagsüber auf den Straßen immer mit eingeschaltetem Licht fahren - sonst wird es teuer!