05. August 2015

Resort Schwielowsee Nach Insolvenzantrag läuft Bestandsaufnahme

Eine Woche nach dem Insolvenzantrag des Resorts Schwielowsee hat die Bestandsaufnahme in der Hotelanlage begonnen.

update Resort Schwielowsee: Verkauf an Investorengruppe

Hauptproblem seien nach wie vor die hohen Verbindlichkeiten, die aktuell nicht bedient werden könnten, teilte ein Sprecher des Sachwalters am Mittwoch weiter mit. Ein neuer Investor für das Luxushotel mit 122 Doppelzimmern, fünf Suiten, zehn Ferienwohnungen, Tagungsräumen und einem Anleger für 55 Bootsliegeplätze sei bislang noch nicht in Aussicht, hieß es.

Der Hotelbetrieb läuft indes weiter. Die Gehälter der rund 100 Resort-Mitarbeiter seien bis Ende Oktober gesichert. Sie erhalten von der zuständigen Arbeitsagentur Insolvenzgeld. Nach Ablauf dieser Zeit werde angestrebt, die Löhne aus eigener Kraft wieder zu bestreiten, erklärte der Sprecher.

Das Hotel geriet in der Vergangenheit über den ehemaligen Geschäftsführer Axel Hilpert in die Schlagzeilen. Der schillernde Unternehmer, der auch für die Stasi gearbeitet hatte, wurde 2012 vom Landgericht Potsdam wegen Fördermittel-Betrugs zu einer Haftstrafe von fünf Jahren und acht Monaten verurteilt.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof hat Teile der Entscheidung aufgehoben und den Fall ans Landgericht Frankfurt (Oder) verwiesen. Hilpert saß ein Jahr in Untersuchungshaft, kam aber wegen seiner angeschlagenen Gesundheit auf Kaution frei. dpa