30. Juni 2011

Tag der Franken 2011

Beim Tag der Franken in Bad Kissingen an diesem Wochenende geht es um Brauchtum und Traditionen

Es soll ein Bürgerfest mit Musik, Tanz und kulinarischen Spezialitäten werden: Beim «Tag der Franken» in Bad Kissingen an diesem Wochenende präsentieren die drei fränkischen Regierungsbezirke ihr Brauchtum und ihre Traditionen. Am Sonntag (3. Juli) wird in der unterfränkischen Kurstadt auch Ministerpräsident Horst Seehofer erwartet.

Am Samstag treten zahlreiche Musikgruppen unter dem Motto «singendes, klingendes Franken» auf, um die Vielfalt der fränkischen Musiklandschaft zu demonstrieren: Chorgesang wird ebenso zu hören sein wie Blasmusik, Jazz, Popmusik und Klassik.

Der «Tag der Franken» solle den Besuchern «als lebendiges Beispiel fränkischer Lebensfreude, aber auch als Zeichen fränkischen Selbstbewusstseins in Erinnerung bleiben», betonten der unterfränkische Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel (CSU), der Bad Kissinger Landrat Thomas Bold (CSU) und Oberbürgermeister Kay Blankenburg (SPD) in einem gemeinsamen Grußwort.

Lesungen gehören ebenso zum Programm wie eine Ausstellung zur Geschichte der Tracht in Unterfranken, Mundartkabarett und Puppentheater. Fehlen dürfen natürlich nicht die kulinarischen Spezialitäten: Unterfränkische Weingüter bieten ihre Produkte an und unter der Überschrift «Von Bumberskraut bis Zwetschgenknödel» erhalten Besucher einen Einblick in die traditionelle oberfränkische Küche.

Der «Tag der Franken» wird nach einem Landtagsbeschluss seit 2006 gefeiert. Die Bezirke Mittel-, Ober- und Unterfranken wechseln sich bei der Ausrichtung ab. Am Samstag werden nach Angaben der Regierung von Unterfranken sogar die staatlichen Dienstgebäude im Bezirk beflaggt - mit der bayerischen Flagge und der Bezirksflagge.

Der «Tag der Franken» erinnert zudem an ein historisches Ereignis: Am 2. Juli 1500 wurde auf dem Reichstag in Augsburg das damalige Heilige Römische Reich Deutscher Nation in Reichskreise unterteilt, darunter auch der Fränkische Reichskreis, der bis 1806 Bestand hatte. dpa