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28. März 2012

Toni Costa und der Mord im Restaurant

Costa führt der 2. Fall morgen in der ARD zur Küchenkunst

Die Bilanz ist wenig aussagekräftig: Am 7. April 2011 schalteten 4,36 Millionen Zuschauer den ersten von zwei fertig produzierten ARD-Krimis um den Ibiza-Kommissar «Toni Costa» ein - ein Wert, der nicht besonders hervorsticht.

An diesem Donnerstag (20.15 Uhr) zeigt die ARD mit «Küchenkunst» fast ein Jahr später den zweiten Fall - ob es danach weitergeht, ist offen. Die Quote werde über die Produktion weiterer Filme entscheiden, heißt es von der ARD-Filmeinkaufstochter Degeto.

Fünf «Toni Costa»-Bücher hat der Autor und Schauspieler Burkhard Driest (72) geschrieben. Drei Filme könnten also noch gedreht werden. Die Zurückhaltung der ARD-Firma Degeto könnte - abgesehen von der Quote - auch darin begründet sein, dass sie wegen ihrer finanziellen Schieflage einen Produktionsstopp hat einlegen müssen, so dass sich Hardy Krüger jr. (43) in der Rolle der Hauptfigur Toni Costa noch in Geduld üben muss.

Im zweiten Fall geht es für Toni Costa rein dienstlich in einen Gourmet-Tempel der Insel Ibiza. Das Restaurant von José Arrabal (Gregor Bloéb) ist zum Schauplatz eines Verbrechens geworden. Sein zweiter Mann, Inaki, ist ermordet in der Restaurantküche aufgefunden worden. Zähneknirschend muss Costa den von langer Hand geplanten Urlaub mit seiner Freundin Karen (Katja Woywood) absagen, zumal auch sein Chef nachdrücklich eine rasche Aufklärung wünscht.

Bei seinen Ermittlungen findet Toni Costa heraus: Der Mörder hat es gar nicht auf Inaki abgesehen, sondern auf seinen Chef Arrabal, der mit seiner Freundin Carmen (Collien Ulmen-Fernandes) gemeinsam ins Jenseits befördert werden sollte. Dem Kommissar stellt sich die Frage, ob nicht vielleicht ein eifersüchtiger Liebhaber im Spiel gewesen ist. Arrabals Stellvertreter Inaki bleibt schließlich nicht der einzige Tote - Costas Recherchen führen in einen tiefen Sumpf aus Bestechlichkeit und Intrigen.

Für Hardy Krüger jr. - sonst Herr im «Forsthaus Falkenau» (ZDF) - erwiesen sich die Dreharbeiten im vergangenen Jahr als sehr hart. Im Sommer 2011 starb sein wenige Monate alter Sohn Paul-Luca den plötzlichen Kindstod. «Ich brauchte viel mehr Kraft als normalerweise, um mich zu konzentrieren und mich so unter Kontrolle zu halten, dass die Gefühle mich nicht plötzlich übermannen», sagte Krüger in einem Interview mit dem Magazin «Closer» (Mittwoch). «Wie genau ich diese Zeit durchgestanden habe, weiß ich nicht mehr. Ich war in einem Schockzustand und habe nur noch funktioniert.» dpa

Donnerstag, 29. März 2012, 20.15 Uhr, ARD, Küchenkunst