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01. Dezember 2014

Trend Wunschgeschenk Küchenmaschinen zu Weihnachten

Kochen ist wieder für viele ein beliebtes Hobby: Geschenke dafür also sogar erwünscht - Selbst Männer freuen sich über Küchenmaschinen

Von Simone Andrea Mayer

Papa wünscht sich zu Weihnachten eine Küchenmaschine, Mama den Mixer. Und man selbst denkt sich auch: Ein Gerät, das rühren, kneten, häckseln, vielleicht sogar noch direkt erwärmen kann, wäre toll. Das war lange nicht so. "Aber Kochen ist zum Hobby geworden", erläutert Hermann Hutter vom Bundesverband für den gedeckten Tisch, Hausrat und Wohnkultur (GPK) in Köln.

"Auch Männer haben immer mehr Spaß daran, und sie wollen möglichst professionelles Handwerkszeug dabei nutzen." Die Wunschlisten zu Weihnachten spiegeln das wider. Männer stehen insbesondere auf die technisch raffinierten Küchenmaschinen, weiß Hutter.

"Es gab in den vergangenen Jahren einige Trendwellen", berichtet Hutter, der ein Haushaltswarengeschäft führt. "Erst wollte man große und teure Kaffeemaschinen, dann kam die Grillwelle. Zurzeit sind es die Küchenmaschinen." Das liege auch daran, dass sich immer mehr Menschen vegetarisch oder verstärkt mit Gemüse und Obst ernährten - wer viel davon schneiden muss, greife gerne zu Hilfsmitteln.

Mixer, Fleischwölfe und Teigkneter sind eigentlich Standard in einem Haushalt, in dem regelmäßig gekocht wird. Küchenmaschinen vereinen diese Funktionen. Sie können längst mehr als Rühren, Mixen, Vermischen und Zerkleinern. Sie kochen, wiegen, mahlen, kneten, schlagen und emulgieren zum Teil auch. Und die Hersteller rüsten ihre Produkte mit immer mehr Extras und Feinheiten auf.

Die Rührelemente der neuen Küchenmaschine CHEF Sense von Kenwood zum Beispiel haben einen Soft-Start. Sie verrühren flüssige oder trockene Zutaten vorsichtig miteinander, Spritzen oder Stauben wird vermieden. Den MaxxiMUM von Bosch gibt es mit extra Sets für Fleischliebhaber, Vegetarier, Pastaköche oder Hobbybäcker. Für Vegetarier ist der Durchlaufschnitzler mit verschiedenen Scheiben dabei. Eine ist etwa extra nur für Kartoffelrösti, eine andere für Asia-Gemüse.

Vorwerk füttert seinen neuen Thermomix mit Hilfe eines Chips mit digitalen Rezepten, die auf dem Display angezeigt werden und den Koch durch die Zubereitung führen. Petra Electric legt Wert auf möglichst effiziente Arbeit: So liegt der Schlagbesen der neuen Küchenmaschine MK 10.00 schräg, was den Aktionsradius im Vergleich zum vertikalen Rührsystem deutlich vergrößere.

Andere Hersteller setzen daneben auf optische Reize. Etwas für Männer scheint der Artisan-Akku-Stabmixer von KitchenAid zu sein: Das kabellose Gerät kommt in einer Art Werkzeugkasten. Und extra für Weihnachten gibt es die Artisan-Küchenmaschine in der Farbpalette "Weiße Weihnacht" mit Weiß, Baiser, Creme und Macadamia.

Investitionen von 500 Euro aufwärts beobachtet der Haushaltsexperte Hutter. Das sind dann aber oft Familienentscheidungen - "einen Topf für 80 Euro kauft noch einer alleine, bei 500 Euro müssen alle bei der Auswahl dabei sein". Gerade das macht eine Küchenmaschine zu einem heiklen Einkauf, wenn sie ein Weihnachtsgeschenk werden soll. Wird so viel Geld investiert, sollte das Gerät auch wirklich die Bedürfnisse des Haushaltes erfüllen. Aber was genau braucht Mutti, und welche supertollen Funktionen wünscht sich Vati?

Neben den Wunschfunktionen sollten Käufer am besten nach den Angaben zur Verarbeitungsmenge schauen, rät Bernd "Moritz" Neuner-Duttenhofer, Fernsehkoch und Ratgeberautor für die Stiftung Warentest. So sollte eine Teigknetfunktion für einen großen Haushalt nicht nur ein Kilogramm Füllmenge, sondern eher 1,5 bis 2 Kilogramm schaffen. Er empfiehlt, in Rezepten zu schauen, welche Teigmengen der Haushalt, der das Gerät geschenkt bekommen soll, verarbeiten muss und mit diesen Angaben in den Handel zu gehen.

Daneben seien Geräte beziehungsweise bei Küchenmaschinen die Aufsätze für größere Haushalte oft in Details anders aufgebaut. "Ist an einem Pürierstab die Glocke, also der Schutz um das Messer, offen, kann man damit besser größere Mengen pürieren", erklärt der Experte. Gut sei das für Haushalte ab drei bis vier Personen. Mit einer geschlossenen Haube lassen sich eher einzelne Portionen verarbeiten.

Wichtig ist hier auch, zu beachten, was man mit dem Mixstab anfangen will. Nur Suppen und Soßen pürieren? Dann muss das Messer Kanten haben. Ist es scharf, schneidet es auch Kräuter klein. Und je höher die Umdrehungszahl ist, desto besser.

Beim Fleischwolf muss das Messer flach auf der Scheibe aufliegen. Am besten wählt man ein Gerät aus, das verschiedene Lochgrößen hat und dessen Messer aus Eisen und nicht aus Edelstahl sind. "Es schärft sich selber, Edelstahl ist zu hart dafür", sagt Neuner-Duttenhofer.

Grundsätzlich gilt natürlich immer: Wer einen Mixer, ein Knetgerät oder die Küchenmaschine viel beansprucht, sollte eine stabile Ausführung wählen. Doch wie erkennt man das? "Schwer zu testen ist die Standfähigkeit", erklärt Neuner-Duttenhofer. "Es gibt Maschinen, die im Betrieb anfangen zu wandern und etwa über die Tischkante hinausrumpeln." Zwar könnten Verkäufer im Handel anbieten, die Maschine dort zu testen - aber ohne Füllung sei das Ergebnis anders. "Hier kann man wenig machen, außer sich vorher über die Qualität der Geräte zu informieren."

Einen Tipp hat er aber: "Es gibt städtische Elektro- und Gaswerke oder Verbraucherorganisationen, die Vorführungen von Küchengeräten anbieten", sagt Neuner-Duttenhofer. Manche Hersteller vertreiben ihre Geräte auch mit Hilfe von Kochvorführungen. Wie Einzelhändler Hutter berichtet, bieten auch viele Fachgeschäfte Einweisungen und Vorführungen mit Personal der Hersteller an.

Manche Nachteile kann man aber selbst im Handel antesten: Bei Teigknetern muss das Rührwerk mittig arbeiten. "Hier ist es sinnvoll, das Gerät im Leerlauf zu sehen", sagt Neuner-Duttenhofer, der gemeinsam mit seiner Frau im WDR die Sendung "Kochen mit Martina und Moritz" moderiert. "Berührt es dann schon den Schüsselrand, ist davon abzuraten." dpa

KitchenAid meistert neue Küchenplanungsansprüche

Großzügig, wohnlich, exklusiv und vor allem vielseitig sollen die Küchen der neuen Generation sein. Diplom-Designerin und Küchenplanerin Ulrike Boeing-Anton weiß, worauf es bei der heutigen Planung ankommt und schätzt die Großgeräte von KitchenAid: "Aus diesem Grund präsentieren sich Küchengeräte aktuell optisch immer weniger technisch, so gibt es jetzt beispielsweise hauptsächlich vollintegrierte Modelle. Und die Hersteller setzen etwa bei den Fronten stärker auf hochwertige Materialien wie Lack, Glas, Holz oder Naturstein, aus denen man wählen und mit denen man die Küche an das Wohnzimmer anpassen kann", erklärt Ulrike Boeing-Anton.

"Außerdem gab es noch nie eine größere Auswahl im Bau- und Gerätedesign. Somit hat jeder die Möglichkeit, seine Küche nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten, besonders hilfreich ist hierbei der freistehende und flächenbündige Einbau", so die Küchenplanerin.

"Die Weinkühlkombination Vertigo erfüllt alle Ansprüche in Sachen Design und Funktionalität. Steht etwa eine Dinnerparty an, lassen sich dank leicht verstellbarer Etageren sogar große Tabletts im Kühlschrank aufbewahren, während nebenan bis zu 81 Flaschen Wein Platz finden", erklärt die Expertin. Doch auch die neuen, individuell ummantelbaren Side-by-Side-Kühlschränke sind nicht nur funktionell, sondern auch optisch etwas Besonderes.