29. September 2010

VDP Versteigerungen, die Ergebnisse

Unter den Hammer kamen am vergangenen Wochenende 15.000 Flaschen Wein, die einen Umsatz von über 1,5 Mio. Euro einbrachten

"Eine Summe, die wie das Jahr 2010 eine historische Grenze markiert. Schon lange nicht mehr waren die Weinversteigerungen, die unsere historischen Wurzeln bilden, in der Summe so erfolgreich wie dieses Jahr", sagte Steffen Christmann, Präsident der VDP Prädikatsweingüter. Vor genau 100 Jahren schlossen sich die Naturweinversteigerer von Nahe, Mosel, Rheingau und Rheinhessen zusammen und legten damit den Grundstein für den heutigen VDP.

Das Besondere im Jahr 2010: Die Versteigerungs-Regionen luden ihre Kollegen aus allen Deutschen Weinbaugebieten ein, ihre Weine versteigern zu lassen. So konnten die zahlreichen, auch aus dem Ausland angereisten, Gäste an der Nahe Weine von der Ahr, aus Rheinhessen und aus der Pfalz ersteigern. An der Mosel wurden Weine der Kollegen vom VDP-Mittelrhein angeboten und im Rheingau waren VDP-Winzer aus Franken und aus Baden zu Gast.

Nicht nur das erstklassige Endergebnis ist für das Jahr 2010 bemerkenswert. Vor allem die rasanten Preissteigerungen waren es, die das Publikum und die Winzer gleichermaßen begeisterte. Im spannenden Bieterwettstreit versuchten die Kommissionäre die besten Weine für ihre Kunden zu sichern. Dabei gab es nicht selten vierstellige Steigerungsraten. Eine Riesling feine Auslese des Weingutes Dönnhoff aus dem Jahr 1966 brachte gar das 28fache ihres Taxpreises ein und kam für etwas mehr als 2.600,00 Euro unter den Hammer.

Die Höhepunkte:

1966 Niederhäuser Hermannshöhle Riesling feine Auslese (0,7l) versteigert für: 2.623,95 Euro, Weingut Dönnhoff

1911 Wehlener Hammerstein Riesling Auslese (0,7l) versteigert für 4.855,20 Euro, S.A. Prüm

1943 Steinberger Riesling Trockenbeerenauslese (0,7l) versteigert für 8.568,00 Euro, Hess. Staatsweingüter Kloster Eberbach

Aber auch Spezialitäten kamen unter den Hammer. Bei der Jubiläums-Weinversteigerung des VDP Rheingau präsentierte das Wein- und Sektgut Barth aus Hattenheim seinen Sekt BARTH Primus erstmalig der Öffentlichkeit. Der Sekt ist der erste, der aus einem Wein Erstes Gewächs hergestellt wurde. Die Magnumflaschen wurden zu einem beachtlichen Preis von 121 Euro (inkl. MwSt) pro Flasche unter den Hammer gebracht.

Zu den Großen Gewächsen