Honza Klein unterwegs
18. Mai 2014

Andora im Schmelzwerk

Fotos: Honza Klein

Neue Ausstellung im Schmelzwerk

Es gibt etliche Möglichkeiten, einen Dollar mit reichlich Rendite zu vermehren. Eine besonders einträgliche ist gerade in Markus Herbichts Schmelzwerk am Mehringdamm zu besichtigen. Nachdem in den ersten Wochen des neuen Veranstaltungsortes die Wände Heimat für die Bilder von Stefan Szczcsny reserviert waren, sind es nun die Arbeiten des Berliner Pop-Art-Künstlers Andora.

Ebenso wie Szczesny gehört der extrovertierte Künstler seit langem zum Freundeskreis Herbichts. Bilder und Arbeiten von Andora finden sich indes auch in der Sammlung von Mick Jagger, Roger Moore, Donald Trump und Liza Minelli. Und man kann Andora wohl den einzigen außerirdischen Künstler nennen. 1992 bemalte er eine Protonrakete, die anschließend ins Weltall geschossen wurde. Grund genug für den Maler selbst eine Kosmonautenausbildung zu absolvieren.

Nun also sind seine Bilder ganz irdisch im Schmelzwerk zu bewundern. Seine Arbeiten hängen indes bereits in Herbert Beltles Aigner (er war mit Küchenchef Andreas Klitsch gekommen) in einer der VIP-Logen der O2 Arena, beim Fußballclub Union und vielleicht bald im Sra Bua.

Um auf den Dollar zurück zu kommen. Auf etlichen Bildern verarbeitet Andora collagenartig Geldscheine. So etwas auf dem Bild mit einer Maus. 208 Ein-Dollar-Noten sind dort verarbeitet. Nebenbei gesagt hat dies Andora ein Einreiseverbot in die USA eingebracht. Wie heißt es doch so schön: Mit Geld spielt man nicht. Die amerikanischen Geldwächter sind da rigoros. Preis des Bildes nun: 25.000 Euro. Von solch einer Geldvermehrung träumt sicherlich so manch Finanzinvestor.

Bin dann mal wieder unterwegs