Berlin
28. September 2013

Berlin Marathon 2013

Foto Pitopia

Am Wochenende kommen Zehntausende zum 40. Berlin-Marathon. Viele Straßen sind gesperrt, die Sicherheitsvorkehrungen hoch. Hotels freuen sich über zusätzliche Gäste

Wegen des 40. Berlin-Marathons an diesem Wochenende sind Teile der Innenstadt für den Straßenverkehr komplett dicht. In diesem Jahr will die Polizei die Sicherheitsvorkehrungen zudem verstärken. Hintergrund ist der Anschlag auf den Marathonlauf in Boston im US-Bundesstaat Massachusetts mit drei Toten im April. «Konkrete Hinweise auf Anschläge liegen aber nicht vor», sagte ein Polizeisprecher am Freitag.

Mehrere hundert Beamte werden in Berlin im Einsatz sein. Zum ersten Mal wird der Start- und Zielbereich im Tiergarten umzäunt. Darüber hinaus werden Zuschauer beim Einlass stichprobenartig kontrolliert. Der Zieleinlauf ist videoüberwacht.

Zu der Veranstaltung werden nach Polizeiangaben mehr als 50 000 Teilnehmer und Hunderttausende Zuschauer erwartet. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) nannte den Marathonlauf ein «Aushängeschild der internationalen Sportmetropole Berlin». Der Berlin-Marathon gehöre weltweit zu den größten und schnellsten Laufveranstaltungen.

Auch die Wirtschaft blickt auf den Lauf. Vom Marathon profitieren zwar die Hotels der Stadt, aber nicht der Einzelhandel. Die Tourismusgesellschaft Visit Berlin rechnet mit etwa 200 000 zusätzlichen Übernachtungen an diesem Wochenende. «Durchschnittlich bleiben die Sportler 3,7 Tage in der Stadt und bringen zwei Begleitpersonen mit», sagte Sprecher Christian Tänzler.

Doch ihr Motto lautet laufen statt kaufen: Der Handelsverband Berlin-Brandenburg erwartet trotz der Besucherströme für das Marathon- Wochenende keine wesentlich höheren Umsätze.

«Wir schätzen den Marathon sehr, er ist wichtig für das Image von Berlin», sagte Nils Busch-Petersen, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands. Der Lauf habe aber keine unmittelbare Wirkung auf den Einzelhandel. Es gebe Einschränkungen durch die Absperrungen, die aber durch die zusätzlichen Besucher ausgeglichen würden. dpa