Wein
14. November 2012

Eichelmann 2013 Deutschlands Weine

Auszeichnung Beste Kollektionen geht an die Weingüter Rainer Sauer, Dr. Heger und Schloss Lieser - Aufsteiger des Jahres ist André Landgraf

In der neuesten Ausgabe Eichelmann 2013 werden 930 deutsche Weingüter und 9666 Weine vorgestellt. Bei der Buchpräsentation im Heidelberger Schloss präsentiert Gerhard Eichelmann die Weingüter und den Wein des Jahres. Bei der Auswahl der prämierten Weingüter liegt das Augenmerk auf der gesamten Kollektion der Weingüter, nicht auf einzelnen Spitzenweinen.

Die beste Weißweinkollektion des Jahres hat das Weingut Rainer Sauer aus Escherndorf in Franken. "Wer sich für Silvaner interessiert, der kommt an ihm nicht vorbei, und wer sich bisher noch nicht für Silvaner interessiert, der sollte nach Escherndorf fahren, Rainer Sauer besuchen", sagt Eichelmann.

Die beste Rotweinkollektion des Jahres hat für Gerhard Eichelmann das Weingut Dr. Heger aus Ihringen am Kaiserstuhl. Joachim Heger erzeugt Jahr für Jahr faszinierende Spätburgunder, sowohl aus dem Ihringer Winklerberg als auch aus dem Achkarrer Schlossberg. In den letzten Jahren sind sie noch feiner und komplexer geworden, noch burgundischer.

Die Auszeichnung für die beste edelsüße Kollektion des Jahres geht in diesem Jahr an Thomas Haag und sein Weingut Schloss Lieser in Lieser an der Mosel. "Großes Kino" und "so soll Mosel sein, alle Weine faszinieren mit Finesse und Eleganz, mit reintöniger Frucht, mit Komplexität und viel Länge."

Aufsteiger des Jahres ist André Landgraf mit seinem Weingut Landgraf in Saulheim in Rheinhessen, "alles stimmt und es geht stetig voran", attestiert ihm Eichelmann. Der biologisch arbeitende Betrieb steht exemplarisch für den Aufschwung in Rheinhessen.

Neben den vier Weingütern des Jahres präsentiert der Eichelmann einen Weinklassiker, der damit in die Mondo-Klassiker-Bibliothek aufgenommen wird, in der die großen Weine Deutschlands versammelt sind, jedes Jahr kommt ein neuer Wein hinzu. Der Weinklassiker ist für Eichelmann ein Wein, der zum einen hohe Qualität bietet, zum anderen aber auch Jahr für Jahr ein klares Profil zeigt und als Klassiker, als Prototyp seiner Rebsorte und seiner Region gelten kann. Als deutsche Grand Crus bezeichnet er diese Weine. Seine Wahl fiel auf einen Riesling aus Rheinhessen, den Morstein GG Riesling vom Weingut Wittmann in Westhofen, der für ihn seit über einem Jahrzehnt zu den faszinierenden, großen Rieslingen Deutschlands gehört.

Konsequent auf der Suche nach großen Weinen, wurden die Zehn-Jahres-Verkostungen ausgeweitet. Eine Jury hat in Blindverkostungen die besten 2002er Weine in den Kategorien Riesling, Spätburgunder und sonstige Rotweine ausgewählt. Werner und Frank Schönleber wurden für den besten Riesling 2002 ausgezeichnet, die Auslese trocken aus dem Monzinger Halenberg, eine der großen deutschen Rieslinglagen, die Jahr für Jahr hervorragende Weine erbringt. Damit wiederholte das Weingut seinen Vorjahreserfolg aus dem Jahrgang 2001. In der Kür des besten sonstigen Rotweins 2002 war sich die Jury schnell einig: Die Wahl fiel auf den Lemberger trocken S vom Weingut Dautel aus Bönnigheim in Württemberg, der Reintönigkeit und Kraft vereine. Zum besten 2002er Spätburgunder hat die Jury den Spätburgunder R Bürgstadter Centgrafenberg des Weinguts Paul Fürst in Bürgstadt erkoren.

Über 13.000 Weine von mehr als 1.300 Betrieben wurden für Deutschlands Weine 2013 verkostet, überwiegend in Blindproben.

Eichelmann 2013, 930 Weingüter und 9666 Weine, Mondo Heidelberg, 976 Seiten, Hardcover, 29,95 Euro